TYPO3 statt teurer Drucksachen

Auch so spart man Energie: Hohe Druckkosten für umfangreiche Broschüren, in denen der Leser nur umständlich zum speziell von ihm gesuchten Inhalt findet, lassen sich durch gut bedienbare und übersichtlich gestaltete Webseiten erreichen.
Das Redaktionssystem TYPO3, aber auch das eher für schnelle, kleine Informationen geeignete WordPress (wie hier bei FUTUX) ermöglichen dem Inhaber, schnell aktuelle Firmeninformationen zu veröffentlichen. Eine Firmenwebsite auf Basis von TYPO3 und PHP-Programmierung für individuelle Anforderungen erstellen wir, am liebsten für Organisationen, die Energie- und Umweltfragen ernst nehmen.

Gesparte Energie

Viele bedeutende Veränderungen vollziehen sich still. Und oft werden ihre Verursacher nicht erkannt und sogar wegen anderer Eigenschaften gescholten. Nehmen wir die Musik: Wegen ihrer mangelnden Stofflichkeit (und natürlich wegen rechtlicher Probleme) ist das MP3-Format nicht unumstritten. Doch nirgendwo findet sich eine Statistik, wieviele Tonnen CD-Material (inklusive der Energie zu ihrer Erstellung und Entsorgung) eingespart wurden.
Ebenso geht es dem Navigationsgerät: Während Kulturpessimisten noch jammern, das dem Autofahrer das natürliche Orientierungsgefühl verloren ginge (als ob mehr als die hälfte der Deutschen Autofahrer aus dem Kopf die Städte auf der Karte zuordnen könnten, die sie nach den Autobahnschildern anfahren), haben diese Satellitenempfänger wahrscheinlich mehr Sprit eingespart als alle Bemühungen um ein freiwilliges Tempolimit in den letzten 20 Jahren erreichen konnten.
Inzwischen haben die Hersteller von Navigationshilfen diesen Aspekt erkannt und erweitern ihre Geräte um Eco-Funktionen. Staumeldungen und andere Beeinträchtigung werden dabei selbstverständlich berücksichtigt. Doch vor allem mit Blick auf die Elektromobilität wird auch die Berücksichtigung von Steigungen und die – durch Bremsen – rückgewinnbare Energie berücksichtigt. Neueste Navigationsgeräte können die Fahrt so optimieren, dass die Batterie während der fahr so ideal nachgeladen werden kann, dass sich der halt an der nächsten Ladestation verzögert.

Überfluss für Ökos

Wer nicht mit der narzistischen Ignoranz vieler Zeitgenossen ausgestattet ist und Verantwortung für den Zustand der Welt empfindet, kann heute schon vieles tun… um sich weniger schlecht zu fühlen.
Genau hier liegt das Problem: Was immer wir für die Umwelt tun (kleinere Autos fahren, weniger Reisen, Verpackungmüll sparen oder wenigstens sortieren), wir schaffen es bestenfalls weniger schädlich zu sein. Im finstersten christlichen Sinne können wir noch so rein leben – wir bleiben verdammte Sünder.
Eigentlich kein Wunder, dass Umweltschutz so unsexy ist.

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Algenzucht zu teuer

Algen als Lösung?
Biodiesel aus CO2 - zu teuer
Eigentlich eine gute Idee: Mit dem ohnehin lästigen CO2 aus Kohlekraftwerken füttert man Algen und gewinnt damit Biodiesel. So wird CO2 vorübergehend neu gebunden und wenigstens ein zweites Mal verwertet. Doch auch wenn Energieriese Vattenfall gemeinsam mit dem Algenzuchtbetrieb ecoduna aus Österreich eine Anlage eingeweiht hat scheint jetzt schon absehbar, dass diese Methode viel zu aufwändig und kostspielig ist.
Wie bei allen Verfahren, die das CO2 aus den Abgasen der Kraftwerke abscheiden sollen, ist der Wirkungsgrad denkbar schlecht. Etwa 20 Prozent des Wirkungsgrades gehen verloren, so dass für die gleiche Menge Energiegewinn wieder mehr Kohle verfeuert werden müsste.
Immerhin wollen die Österreicher nun Futtermittel, ökologisches Plastik oder Nahrungszusätze aus dem CO2 mit Algen erzeugen.
Und auch in Deutschland gibt es Versuche, das CO2 irgendwie zu nutzen: Das Kohlekraftwerk in Niederaußem bei Köln soll als Pilotanlage für die Herstellung von Schaumstoff genutzt werden. Allerdings werden hier gerade mal 0,05 Prozent des CO2 genutzt. Der Rest geht in die Luft.
In den USA sind die klimatischen Bedingungen – Licht und Wärme – besser, aber selbst hier sind die Kosten der Algenanlagen noch unwirtschaftlich.
Bereits seit 2008 wird die Algen-CO2-Technik als Innovation mit fraglichem Ergebnis bewertet. Bei 50 € Kosten pro Liter Biodiesel müsste der Benzinpreis noch ordentlich steigen, bis es sich lohnt.

Nervöse Routine

Mit der S-Bahn fahren Horst und Erhard selten.
Ihre Sakkos verraten, dass sie aus gut be­zahlten Jobs in die Rente kamen, auch, dass das schon mehr als zehn Jahre her ist. Sie tauschen Teile der Frankfurter Allge­meinen und Horst sagt beiläufig etwas über die Sicherheit von Hochtemperaturre­aktoren. Irgendwo hat er auch was von den Rückbaukosten der Atomruine in Hamm gelesen. So wie er es sagt, lohnt es nicht, dem Atomthema weitere Aufmerksamkeit zu widmen. Und doch wird es dem Tag im Nacken sitzen.

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Der Plan: Deutschland ist erneuerbar

Wie Deutschalnd bis 2015 frei von Atomenergie werden kann und bis Mitte des Jahrhunderts nur noch mit regenerativen Energien über die Runden kommt, zeigt Greenpeace in seinem aktualisierten ‚Plan‘.
Das gut recherchierte und wissenschaftlich aufbereitete Werk zeigt den machbaren Verlauf einer Energiewende für Deutschland.
Bereits heute stehen wir mit einem Anteil von 17 % erneuerbare Energie im internationalen Vergleich vorne.
Mit dem Plan nimmt Greenpeace durch sachliche Argumente vor allem den Talkshow-Polemikern den Wind aus den Segeln, die uns immer noch glauben machen wollen, ein Verzicht auf Atomenergie wäre nur mit Stromimporten oder mehr dreckigem Kohlestrom möglich.
Kostenlos wird die Wende nicht, aber auch hier rechnet Greenpeace vor, dass die Kosten für den einzelnen Bürger minimal sind.
Dr. Michael Sterner, Wissenschaftler am Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik dazu: „Eine Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien ist technisch möglich, ökologisch notwendig und volkswirtschaftlich sinnvoll. Sie erfordert zwar höhere Investitionen zu Beginn, die zahlen sich aber mittel- und langfristig aus.“
Bis 2030 könnten der Volkswirtschaft 300 Milliarden Euro sparen und Millionen neuer Arbeitsplätze schaffen.
Nun braucht es nur noch aktive, zukunftsorientierte Politiker und Entscheider, die den energiepolitischen und entwicklungsfeindlichen Muff der letzten Jahre überwinden.
Auf geht’s.

Desertec statt Fukushima

Quelle: DESERTEC Foundation, www.desertec.org

Es könnte alles so einfach sein – ist es aber nicht: Spätestens seit der Reaktor-Katastrophe von Fukushima haben die meisten Menschen begriffen, dass Atomenergie ein Irrweg ist.
Und wer nicht gerade selbst von den gigantischen Gewinnen der Kernkraftwerke profitiert (750.000 bis 1.000.000 € täglich allein aus deutschen Meilern) schaut sich nun nach Alternativen um, die die Umwelt nicht auf andere Weise belasten.

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Förderung von Elektroautos auf Sparflamme

Eine halbe Milliarde Euro war im Rahmen des Konjunkturpaketes II vor einem Jahr, 2009, angekündigt. Profitiert hat bisher vor allem der Daimler-Konzern, doch insgesamt bleiben die Förderungen weit hinter dem Ziel zurück. Erst 364 Millionen wurden, laut Antwort auf die Anfrage des SPD-Abgeordneten Hagemann an die Bundesregierung, bewilligt und gerade 107 Millionen Euro tatsächlich geleistet.
Ob das Ziel, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die deutschen Strassen zu bringen so erreicht werden kann, ist fraglich.
Kaufanreize, wie sie in den USA und anderen Staaten inzwischen Standard sind, werden von der Regierung bisher abgeblockt.
Nicht zuletzt deshalb werden Neufahrzeuge verschiedener Hersteller auch erst in diesen Ländern auf den Markt gebracht.
Neben Daimler (die auch den mit 7,7, Millionen Euro geförderten Evobus besitzen) und BMW wird vor allem das Fraunhofer-Institut gefördert.

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Solardächer in NRW illegal

Ein Beschluss des Oberverwaltungsgerichtes Münster schreckt die Besitzer von Solardächern auf: Die meisten dieser Anlagen in Nordrhein-Westfalen sollen ohne die erforderliche Baugenehmigung illegal sein. Die rein private Nutzung ist nicht genehmigungspflichtig, die meisten Anlagen speisen aber Strom ins Netz ein – und fallen damit unter die Genehmigungspflicht, weil die Nutzung des Gebäudes geändert würde. Solaranlagen seien in NRW demnach nur genehmigungsfähig, wenn mehr als die Hälfte des Stroms für den Eigenbedarf genutzt würde.
Auslöser des Prozesses war die Anlage einer Firma, die für 320.000 Euro in Solartechnik investieren wollte. Nun darf sie die Anlage nicht in Betrieb nehmen.
Waren Solaranlagen also in der Vergangenheit nicht Teil des Bauantrages bzw. besitzen eine eigene Baugenehmigung, haben die Besitzer nun ein Problem. Das Bauministerium muss nun handeln – hier wollte man ursprünglich nur die Auswüchse auf den Bauernhöfen einschränken.
Der Bericht der Münsterschen Zeitung dürfte in den nächsten Tagen für reichlich Unruhe sorgen.