Tour de France mit Big Data in Düsseldorf

Chrs FRoome rollte von der Bühne.
Chris Froome auf der Teampräsentation in Düsseldorf - noch ohne Messdaten.

Die Tour de France startet 2017 in Düsseldorf und wird dort nach dem Einzelzeitfahren am 1. Juli mit der ersten Etappe das Rheinland verlassen um drei Wochen später Paris zu erreichen.
Doch welche beeindruckende IT-Leistung inzwischen neben dem heldenhaften Gestrampel der 198 Fahrer arbeitet, um möglichst viele Informationen zu den Teambetreuern, vor allem aber zu den Zuschauern zu bringen, dürfte den wenigsten klar sein.
Im Sattel der Fahrer stecken bereits seit einigen Touren GPS-Sender, die die präzise Positionierung des Athlethen jederzeit ermöglichen. In der Tour 2016 konnte man bereits testweise Fahrer live im Web verfolgen. 2000 Zugriffe pro Sekunde waren es 2016, in diesem Jahre rechnen Veranstalter A.S.O. und sein Partner Dimension Data mit 25.000 page requests unter racecenter.letour.fr – und auch die Zahl der zu verarbeitenden Datenpunkte (GPS, Wetterinformationen, Streckendaten. etc) ist von 128 Millionen auf 3 Milliarden gestiegen.

Während dieses Tracking keinen Webexperten mehr vom Sattel hauen dürfte ist der nächste Schritt sicher interessanter: Diese Unmenge von Daten fordert geradezu ein Verarbeitung durch selbstlernende Systeme. Und so ist Machine Learning und Big Data auch bei der Tour de France bereits in Düsseldorf im Einsatz. „Predictive Analytics“ sind das Schlagwort, wenn es darum geht, den Rennverlauf vorauszuberechnen und z.B. zu ermitteln, wann das Peloton die Ausbruchsgruppe wieder eingeholt haben wird.

IT-Partner Dimension Data hat allerdings auch mit der Kehrseite der Popularität zu kämpfen: Das cloudbasierte Sicherheitssystem erkannte bereits 2016 1.409.769 verdächtige Zugriffe und blockierte diese.

Dimension Data veröffentlicht Daten zur Tour de France unter www.dimensiondata.com/tourdefrance