Greenpeace-Gruppen an Rhein und Ruhr mit einheitlichem Webauftritt

Greenpeacebanner Stop Whaling vor einem beleuchteten Aufblas-Wal

Aufmerksamkeit ist alles. Spektakuläre Aktionen haben die Umweltorganisation Greenpeace seit 1971 gekennzeichnet, viele waren dabei so originell, dass sie den Respekt ihrer Gegner einbrachten. Nicht erst, seit die Weltpolitik immer irrer zu werden scheint, haben die grünen Kämpfer es aber schwerer, aufzufallen.

Einerseits erlahmt das Interesse an Umweltthemen (vielleicht gerade, weil sie immer erdrückender werden). Anderseits ist es kaum noch möglich, zwischen News, Fake und exponentielle wachsenden Unterhaltungsangeboten in Erscheinung zu treten.

Am Atomkraftwerk festketten reicht nicht mehr

Das „Unternehmen“ Greenpeace – tatsächlich ist die NGO unter Marketingaspekten mit einem filialisierten multinationalen Markenkonzern vergleichbar – setzt auf eine gut geplante Webstrategie.

In Deutschland – der finanzstärksten Untereinheit von Greenpeace – wacht die Hamburger Zentrale über das gesamte Erscheinungsbild in Medien und Öffentlichkeit und stellt sicher, dass die Seiten rechtlich ok sind und bei aller Regionalität auch ins Corporate Design von Greenpeace passen.

Darunter fallen neben der greenpeace.de auch Portale wie blog.greenpeace.de, einzelne Aktionsseiten zu Kampagnen z.B, www.detoxcatwalk.de. Für jüngere Zielgruppen gibt es noch die Info und Aktionsplattform kids.de und für die Jugendlichen www.greenpeace-jugend.de – die wurde von den Jugendlichen selbst programmiert.

Inzwischen sind auch die Webseiten aller ca. 100 ehrenamtlichen Ortsgruppen – die das personelle Rückgrat von Greenpeace bilden – hoch funktional und optisch ansprechend. Das war nicht immer so.

Die Greenpeacegruppen an Rhein und Ruhr zeigen sich im Netz einheitlich – und bleiben trotzedem regional

Bis 2014 war das lokale Erscheinungsbild sehr unterschiedlich. Zwar bestand die Möglichkeit, eine einfache Seite über die Hamburger Zentrale zu bekommen, wo immer es möglich war, erstellten ehrenamtliche Mitglieder den Auftritt ihrer Ortsgruppe selbst – mit TYPO3, WordPress oder gleich von Hand gestrickt. Das Erscheinungsbild war entsprechend uneinheitlich – neben dem festgelegten Logo war bestenfalls die Farbe Grün das einzige wiedererkennbares Element.

Diese Uneinheitlichkeit aufzulösen war bereits fünf Jahre zuvor als Ziel definiert, dauerte dann aber länger als erwartet, da zunächst greenpeace.de einen Relauch erfuhr.

Einige inzwischen mit “ihren” Werken eng verbundenen Ehrenamtler wehrten sich gegen die Vereinheitlichung, zumal das den meisten unvertraute CMS Drupal eingesetzt werden sollte.

Die Wahl war auf Drupal gefallen, weil dies bereits erfolgreich für den Bundesauftritt verwendet wurde und die Redaktion in Hamburg damit vertraut war. Die ursprüngliche Stärke im Bereich Community-Funktionen war ein weiterer Faktor.

Greenpeace Düsseldorf, Essen, Dortmund – alle im stimmigen Design

Mit einer Heidelberger Agentur wurde so eine Basisplattform erstellt, die verschiedene Inahltstypen- und Formate vorgibt und von den lokalen Gruppen mit eigenen Beiträgen ergänzt werden kann. Bei der Erstellung des Konzeptes wurden die Ehrenamtlichen mit einbezogen.

Nun haben die Seiten das zeitgemäße Layout, vor allem auch in den von der Zielgruppe bevorzugten mobilen Ausgabemedien.

Die Besucher erfahren, wie die Kernthemen der Umweltorganisation vor Ort umgesetzt werden und können direkt mit der regionalen Gruppe Kontakt aufnehmen. Vorgestellt werden aber auch eigene Projekte und Kampagnen der Ehrenamtlichen vor Ort.

Die anfänglichen Bedenken haben sich weitgehend aufgelöst – und nicht zuletzt durch den üblichen Mitgliederwechsel verschwinden mit deren Betreuern auch nach und nach die selbstgestrickten Gruppenseiten.

Greenpeacegruppen in den sozialen Medien

Den weit größeren Anteil an Netzkommunikation dürften aber inzwischen die sozialen Medien haben. Auf Facebook werden mehr Leser erreicht als je zuvor.

So haben fast alle ehrenamtlichen Gruppen eine Fanseite bei Facebook. Eine Handvoll Gruppen sind auch bei Twitter aktiv.

Der Ehrenamtskanal auf Youtube (https://www.youtube.com/c/greenpeaceehrenamt) bündelt die von den Gruppen erstellen Videos.

Mit der Einführung eines Instagram und Snap-Chat Kanal der deutschen Greenpeace Zentrale, wagen sich auch erste Gruppen in diese Kanäle vor. Da es sich aber wie beschrieben um die Zeit von Ehrenamtlichen handelt ist diese zur Versorgung all dieser Kanäle auch begrenzt.

Die Greenpeace-Gruppen der Region Rhein-Ruhr findet Ihr auf der Übersichtsseite.

Zur Zeit gibt es Gruppen in Dortmund, Bochum, Essen, Mülheim/Oberhausen, Krefeld, Düsseldorf, Köln und Bonn.