Was sind DevOps?

Cover O'Reilly-Verlag "Das DevOps-Handbuch" mit Bison-Grafik

IT beschleunigt alles. Vor allem sich selbst. Die Entwicklungsprozesse für Software wie Webanwendungen sind drastisch verkürzt, neue Techniken machen die Entwicklung zwar schneller (bessere IDEs, Lösungen wie Composer und GIT), aber dennoch erfordert die Livestellung (und was an Test- und Freigabezyklen davor zu leisten ist) immer noch Präzision und Konzentration.

Leider ist Kunden, oft aber auch Manager im eigenen Unternehmen, nicht wirklich klar in der Entwicklung passiert und dass vieles nicht „mal eben so“ gemacht ist.

Alltagssorgen des Programmierers, Lebenswirklichkeit der Administratoren. Das beste Versionierungskonzept schützt nicht vor hastig eingeflickten Änderungen oder provisorischen (also garantiert ewig bestehenden) Bugfixes, die nicht mehr richtig in die Coderichtlinien passen, geschweige denn dokumentiert sind.

Irgendwann räumen wir dann mal auf (tun wir aber nie). Der Kunde wird unzufrieden, dann bekommt er zum Trost rasch ein neues Feature, dass nach den oben genannten Mustern zusammengeschraubt wird und die Situation verschlimmert. Spätestens jetzt blickt niemand mehr durch und eigentlich wirklich leichte Änderungen führen zu komplexen Abläufen (oder noch sicherer: Vermeidung).

Die Autoren des „DevOps Handbuches“ aus dem O’Reilly-Verlag beschreiben diesen klassischen Niedergang und machen ihn zur Grundlage ihres Leitfadens: So soll es nie wieder sein.

Der Modebegriff DevOps entstand aus der Verschmelzung von Development und Operations, also der Entwicklung und dem Betrieb von IT-Anwendungen. Gelingt diese Verschmelzung nicht nur im Begriff sondern auch in der Realität (wozu das Handbuch eine ausführliche und realitätsnahe Anleitung liefert), verbessert sich nicht nur die Qualität des Produktes sondern auch die Zusammenarbeit im Team, obwohl alles schneller geht. Das wiederum ist natürlich ein Faktor um gute Leute im Unternehmen zu halten.

Damit es nicht beim Buzzword bleibt, überzeugt das Autorenquartett gleich zu Beginn von den Vorteilen der DevOps und räumt mit gängigen Vorurteilen auf. Sie erklären anschaulich den Aufbau der Wertkette, Designprinzipien und Veränderungsmuster.

Mit weiteren Begriffen wie automatisierte Tests, Continuous Integration und Delivery wird der Entwickler sicher einiges finden, das er schon kennt – in der Regel aber keine Zeit für die konsequente Umsetzung fand. Nun bekommt er bessere Argumente dafür. Dazu zählen ebenso A/B-Tests und kontinuierliche Lernprozesse, für die einfach Zeit sein muss und die entsprechend in den Unternehmensallteig eingeplant werden sollten.

Schließlich bietet das DevOps-Handbuch wesentliche Informationen zu Sicherheit und Compliance.

Sparsame und gut verständliche Grafiken bereichern den Inhalt, die Zusammenfassung am Ende jeden Teils schaffen noch einmal einen guten Überblick.

Wer zeitgemäß entwickeln will und den Phrasen des Managements Substanz verschaffen möchte findet hier einen wertvollen Einstieg.

Das DevOps-Handbuch
Teams, Tools und Infrastrukturen erfolgreich umgestalten

Gene Kim / Jez Humble / Patrick Debois / John Willis

ISBN 978-3-96009-047-2

1. Auflage 2017, 432 Seiten

Preisangaben des Verlages:

Print: 39,90 Euro
E-Book: 31,99 Euro (DRM-frei)

Buchseite des Verlages