Immer wieder Apfelbäumchen

Apfelbäumchen vor Weltuntergangsstimmung

Futux ist wieder da. Das 2009 gestarteten Magazin stellte Innovationen und Möglichkeiten für eine nachhaltigere Zukunft vor. Statt nur die Probleme und Folgen unseres Wirtschaftens und Energieverbrauchs anzuklagen setzte futux (als Kürzel für Futur-Index) auf Themen, die der Ignoranz – aber auch Resignation – Alternativen und Ideen entgegen setzte.

Das viele der hoffnungsvollen Ideen, die wir hier seit 2009 vorgestellt haben, inzwischen gescheitert sind (am enttäuschensten war dabei sicher das – vielleicht zu groß gefasste – Desertec-Projekt) und das scheinbar unüberwindbare Desinteresse an Veränderungen führte schließlich auch zum vorläufigen Ende von futux.

Tatsächlich scheint der Planet Erde inzwischen die ersten Kipppunkte zu erreichen, an denen Entwicklungen sich selbst verstärken und nicht mehr zu stoppen sind. Gleichzeitig entwickelt sich aber auch eine neue Umweltbewegung und weltweit gehen nicht nur die Schüler auf die Straße, um eine lebenswerte Zukunft zu fordern. In Deutschland werden die GRÜNEN zu einer echten Volkspartei mit Regierungsaussicht und weltweit organisieren Gruppen wie Extinction Rebellion den zivilien Ungehorsam gegen die Untätigkeit.

Die sich nahezu täglich steigernden Schreckensnachrichten lassen sich nicht mehr verdrängen und selbst dem nüchternen Betrachter drängen sich Weltuntergangsbilder auf. Der wachsende Trotz, vor allem aber die in Forschung und zahlreichen Startups entstehenden Alternativen zur Selbstzerstörung sind die modernen Apfelbäumchen, die Luther eins zu pflanzen gedachte, wenn er wisse, das morgen die Welt untergehe.

Meldungen über den brennenden Amazonas und die Plastikvermüllung der Meere sind notwendig damit sich Menschen auf den Weg in eine bessere Welt machen. Um auf diesem Weg zu bleiben, benötigen sie aber Ziele – und dazu gehören realisierbare Visionen für eine lebenswerte Welt.

Nach einer längeren Pause kommt futux zurück – als Magazin für Ideen, mit denen eine Zukunft machbar ist.