Eine strahlende Zukunft oder: Mit 40 in Pension?

5. Mai 2010 | von Uli Bach | Rubriken: Wirtschaft

WDR 5 (Radio) sendete am 04.05.2010 in seiner Wissenschaftssendung „Leonardo“ einen sehr anschaulichen Beitrag über die Konsequenzen der Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken.

Der WDR schreibt: „Viele Bauteile eines Kernkraftwerks können ausgetauscht werden. Die Befürworter einer Laufzeitverlängerung sagen, dass so auch alte Reaktoren fit bleiben und sicher sind. Aber ein Teil auszutauschen heißt ja noch nicht, dass die Anlage nun dem Stand der Technik entspricht. Schließlich hat ein Golf I von 1974 durch Erneuern der Bremsbeläge noch lange kein ABS an Bord. Umfassend auf aktuelle Sicherheitstechnik umzurüsten ist sehr teuer, mitunter aber auch unmöglich. Zum Beispiel beim Reaktordruckbehälter, der ständig von Neutronen bombardiert wird und dadurch verspröden kann. Auch am Gebäude kann man nachträglich wenig tun, um zum Beispiel den Schutz gegen Flugzeugabstürze zu verbessern. Falls sich die Politik tatsächlich für eine Laufzeitverlängerung entscheidet, wird man für jeden Reaktor sehr genau schauen müssen, ob diese vertretbar und wirtschaftlich lohnend ist.“

Die Sendung kann als Podcast heruntergeladen werden. Und wer nicht hören will, kann lesen: Das Manuskript steht auch im Netz.

http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/s/d/04.05.2010-22.05/b/schwerupnkt-pensionsalter-40.html

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