Mehr Windenergie mit weniger Windrädern
22. April 2009 | von Stefan Schmidt | Rubriken: WindkraftDass der Anteil der Windenergie an regenerativer Stromerzeugung bei 34 Terrawattstunden (Zahlen nach Umweltbundesamt) noch deutlich erhöht werden muss, ist kaum bestritten.
Doch da vor allem Menschen im ländlichen Raum der Windrad-”Spargel” oft ein größerer Dorn im Auge ist als die globale CO2-Problematik sind mehr Turbinen im Inland kaum einsetzbar.
So entstehen immer mehr Projekte, die den Wind vor der Küste, in sogenannten Offshore-Parks nutzen wollen.
Auch wenn manche Probleme bereits gelöst sind (so müssen bei den auf Betonfüßen stehenden Rädern keine Fundamente mehr in den Meeresboden gerammt werden) bleiben die Kosten für Erstellung und Wartung dieser im Wasser stehenden Anlagen höher als an Land.
Auf mehr Effizienz lassen dagegen stärker gewordenen Turbinen hoffen. Inzwischen liefern sie das Fünffache der Energiemenge ihrer 15 Jahre alten Vorgänger – und schaffen so Erzeugerpreise von 7 Cent (Offshore: ca. 15 Cent).
So können sogar einige der ungeliebten Spargel demontiert werden (was deutlich weniger aufwändig ist als der Rückbau eines Atomkraftwerkes oder die Renaturierung von Tagebaulöchern, aber das nur am Rande) und trotzdem bis zu 6000 Megawatt neuer Ökostrom erzeugt werden: Dazu müsste nur ein Drittel der 6000 deutschen Windräder durch einen starken Neuling ersetzt werden.
