Ohne CO2 zur WM nach Südafrika
12. Mai 2009 | von Stefan Schmidt | Rubriken: Verkehr…das haben sich einige Leute rund um den Wuppertaler Reinhard Arens auf die Fahnen geschrieben und die Initiative “Cape Countdown Cup” ins Leben gerufen. “Jeder von uns versucht, auf seine Weise im Juni 2010 Kapstadt zu erreichen”, so der 41jährige. “Manche wollen mit dem Boot segeln, andere fahren mit dem Auto, wieder andere fliegen mit gewöhnlichen Fluglinien.”
Bei der Aktion sollen aber alle Teilnehmer dazu ermutigt werden, möglichst umwelt- und sozialverträglich anzureisen.
“Es ist unsere Verantwortung, unseren afrikanischen Gastgebern zu zeigen, dass wir in den Industrienationen Klimaschutz und Menschenrechte ernst nehmen, auch dann, wenn es um die Anreise zur größten Sportveranstaltung der Welt geht.”
Doch wer denkt, der Elberfelder Landschaftsplaner würde in einem skurilen Solarmobil durch Afrika fahren, täuscht sich: Was in einer Spezialwerkstatt in Unterbarmen bereits seit einem Jahr ausgebaut wurde, ist vielmehr ein robuster Geländewagen mit Dieselantrieb.
“Wir fahren teilweise mit Kaltgepresstem Pflanzenöl. Und für das gesamte anfallende Kohlendioxid, das das Fahrzeug erzeugt, wachsen bereits jetzt neue Bäume in einem Naturschutzgebiet in Mittelamerika,” so Arens begeistert.
Bei allem Engagement kommt der Spass aber auch nicht zu kurz: Die Aktion gipfelt im Juni nächsten Jahres in einer grossen Party in Kapstadt wo alle Teilnehmer eine Trophäe überreicht bekommen. Von ihren Abenteuern können sie unterdessen auf einer eigenen Internetseite berichten.
Für Arens, seine finnische Lebensgefährtin und einen Freund geht das Abenteuer aber bereits nächste Woche los:
Sofort nach der Anmeldung soll das Fahrzeug nämlich zu einem Testlauf in Marokko starten. CO2-frei, natürlich.
