Elektroautos sind keine Klimaretter
5. Mai 2010 | von Uli Bach | Rubriken: VerkehrDie Nationale Plattform für Elektromobilität ist gegründet. Dennoch behauptet eine sehr ernst zu nehmende Organisation: „Elektroautos tragen nicht entscheidend dazu bei, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase zu verringern“. Das meint immerhin Greenpeace. Selbst die von der Bundesregierung angestrebten eine Million Elektrofahrzeuge im Jahr 2020 sparen „nicht mehr CO2 als das oft geschmähte Tempolimit, also zwei bis drei Millionen Tonnen.” Das sagt der Greenpeace-Verkehrsexperte Wolfgang Lohbeck in einer April-Ausgabe der “Automobilwoche”.
Für den Klimaschutz ist der Verbrennungsmotor weitaus effizienter. Lohbeck: “Der Durchschnittsverbrauch von PKW wird sich von heute etwa 7,5 Liter je nach Modell auf bis zu 2,5 Liter drücken lassen – eine Effizienzsteigerung, die noch so viele Elektrofahrzeuge nicht aufwiegen können.”
Entscheidend ist, wie ein Auto konstruiert ist und nicht, wie es angetrieben wird. Klein, leicht und intelligent. Dann ist auch die Antriebsart nicht mehr wesentlich. Und man muss auch folgendes bedenken: Jedes Elektroauto belastet das Klima mit anderthalb bis doppelt so viel CO2 wie ein herkömmliches Fahrzeug. Durch den Strom aus der Steckdose.
Komplizierte Welt.
