Sonnenenergie, wolkenfrei
16. November 2009 | von Stefan Schmidt | Rubriken: SonnenenergieJapan hat keine Wüsten. Und jeder Tag eine Nacht. Dauersonne ist für das kleine Industrieland also nicht verfügbar – im Gegensatz zum Desertecprojekt für Afrika und Europa.
Doch die japanischen Tüftler sind nicht umsonst für ihre ungewöhnlichen Ideen bekannt, als das Ihnen hierzu nicht auch etwas einfallen würde.
Die Idee: Die Sonne einfach dort abholen, wo immer sie scheint. Mit einem quadratmetergroßen Solarpanel in der geostationären Erdumlaufbahn (also ca. 36.000 Km entfernt, dort, wo auch die ‘feststehenden’ Satelliten sind) soll die Energie gesammelt und dann mit Lasern und Hochenergie-Mikrowellen dann auf der Erde wieder mit Parabolantennen aufgefangen werden. Diese könnten im Meer schwimmen (denn viel Platz hat Japan ja zudem auch nicht).
Nach einer 100-Kilowatt-Testanlage ist für 2020 mit einer 10 Megawatt-Anlage die nächste Umsetzung geplant.
Erwartungsgemäß bezeichnen die Hersteller (an der Entwicklung sind unter anderem Mitsubishi, Sharp, NEC und Fujitsu beteiligt) die Technik der Übertragung als sicher.
Desertec klingt da doch nachvollziehbarer…
