Desertec statt Fukushima

12. April 2011 | von Stefan Schmidt | Rubriken: Sonnenenergie

Quelle: DESERTEC Foundation, www.desertec.org


Es könnte alles so einfach sein – ist es aber nicht: Spätestens seit der Reaktor-Katastrophe von Fukushima haben die meisten Menschen begriffen, dass Atomenergie ein Irrweg ist.
Und wer nicht gerade selbst von den gigantischen Gewinnen der Kernkraftwerke profitiert (750.000 bis 1.000.000 € täglich allein aus deutschen Meilern) schaut sich nun nach Alternativen um, die die Umwelt nicht auf andere Weise belasten.
Schon seit einigen Jahren haben wir hier immer wieder über das Desertec-Projekt berichtet, bei dem eigentlich alle Wünsche wahr werden: Strom satt von dort, wo die Sonne nicht nur reichlich scheint, sondern auch ausreichend Platz für Solarkraftwerke vorhanden ist.
Hohe Investitionskosten sind dabei relativ, wenn man zum Beispiel die Folgen einer Verstrahlung großer Landesteile (wie in Japan) oder der kaum zu beziffernden Folgen der CO2-Emmision gegenrechnet.

Doch gerade die Revolutionen in den Arabischen Staaten haben nun einen sonderbaren Nebeneffekt: Zum Einen besteht bei Investoren nun Unsicherheit über die politische Zukunft und Stabilität dieser Staaten, zum anderen subventionieren die noch im Amt sitzenden Herrscher nun Öl und Gas, um ihre aufgebrachten Volksmassen zu besänftigen.
Für Desertec bedeutet das zunächst einen wirtschaftlichen Rückschritt.
Umso wichtiger ist eine ernsthafte Förderung des Projekts aus Europa: Desertec ist kein Entwicklungshilfeprojekt sondern ein ernst zu nehmender Wirtschaftsfaktor für die Zukunft Europas und Nordafrikas.

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