Ein Tag im Leben des gläsernen Stromkunden

Außer Spesen nichts gewesen. Oder, ganz profan und ohne Reim: Nur Kosten, kein Nutzen. Worum geht es? Für Neubauten oder bei größeren Sanierungen sind sie seit Anfang des Jahres eine Pflichtveranstaltung. Bis 2022 sollen sie Teil sämtlicher Haushalte sein: sogenannte smart meter. Zu gut deutsch sind das intelligente Stromzähler. Den Einbaukosten und dem Einsparpotenzial von 5 bis 10 Prozent steht allerdings die ungeklärte Datensicherheit gegenüber: Die Zähler machen den Zahler gläsern.

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Neue Kühltechnik für feuchte Heißgebiete

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Es klingt wie eine neue Art des Abhängens nach einer Trance-Techno-Party auf Ibiza: SolarChill. Doch weit gefehlt! Hinter dem hedonistischen Namen verbirgt sich eine neue und sehr pragmatische technische Entwicklung: SolarChill ist ein äußerst umweltfreundlicher Greenpeace-Kühlschrank, der stromnetzunabhängig allein mit Sonnenenergie Kälte erzeugt. Die Besonderheit des innovativen Eiskastens: Nach genauer Prüfung hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) SolarChill für den Einsatz in Krisengebieten freigegeben.

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Erstes CO2-neutrales Dorf in NRW

NRW hat sein erstes CO2-neutrales Dorf. Es heißt Ebbinghof und ist bereits als Bioenergiedorf bekannt. Erst kürzlich wurde eine neu errichtete Biogasanlage und ein Nahwärmenetz in Betrieb genommen. Die Auszeichnung ist beiden Einrichtungen zu verdanken. 2 Millionen Kilowattstunden leistet die Biogasanlage pro Jahr und deckt damit umgerechnet den durchschnittlichen Jahresbedarf von 500 Haushalten. Das neue Nähwärmenetz sorgt für die CO2-neutrale Bilanz. Ebbinghof liegt im Sauerland. futux° gratuliert und fragt: Wo ist das CO2-neutrale Dorf Nummer 2?

Deutsche verschwenden Energie

Da müssen wir aber noch üben: Die dpa berichtet, dass wir „Unmengen“ an Energie verschwenden. Und zwar im Haushalt. Rund 14 Milliarden Euro werden einer Studie zufolge verschenkt. Die dabei anfallenden CO2-Werte sind nicht erwähnt, werden aber entsprechend hoch sein. Mit entsprechender Technik lässt sich bereits heute im Haushalt bis zu 50 Prozent Energie sparen.

Joint Venture für Ökostrom

RWE will sein Ökostromgeschäft ausbauen. Gemeinsam mit 26 kommunalen Versorgern hat die Tochtergesellschaft RWE Innogy das Gemeinschaftsunternehmen Green Gecco gegründet. Investiert wird in Windenergie, Biomasse und Solarthermie. 2011 soll zum Beispiel in Schottland der Betrieb von Windrädern starten. Die bis 2020 eingeplante Investitionssumme der Partner beträgt eine Milliarde Euro. 51 Prozent der Anteile an Green Gecco hält RWE. Zu den städtischen Versorgern zählen u. a. Duisburg, Dortmund, Krefeld und Osnabrück.

Quelle: „Neue Westfälische“, 07.04.2010

Rüttgers hält nichts von CCS-Technik

Ministerpräsident energisch - aber kaum Energiepolitik in NRW
Ministerpräsident energisch - aber kaum Energiepolitik in NRW
Zum Wahlkampfauftakt der CDU in Oberhausen präsentierte sich Ministerpräsident Jürgen Rüttgers gewohnt kämpferisch. Doch beim Thema Energie hielt sich der CDU-Frontmann sehr bedeckt. Man wolle „moderne Kraftwerke bauen“; vom Abscheiden des CO2 und Verpressen in unterirdischen Speicherstätten – bekannt als CCS-Technik (Carbon Dioxide Capture and Storage) – halte er aber nichts. CO2 sei ja an sich kein gefährlicher Stoff, man könne andere Produkte aus ihm machen. Und eine zweite Energieschiene wolle man schaffen: mit regenerativen Energien – um unabhängig von ausländischem Öl und Gas zu bleiben und CO2 einzusparen. Und viele Elektroautos einführen.
Dabei blieb es dann aber auch. Auch der Seitenhieb auf die Grünen, die sich ja modernen Kraftwerksbauten verschlössen, fiel eher milde aus. Den potenziellen Koalitionspartner will Rüttgers sicher nicht verprellen.

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Prämie für umweltfreundliche Autos

Wie die Presseagentur AFP mitteilt, spricht sich die Deutsche Umwelthilfe für eine Anschaffungsprämie bei besonders umweltschonenden Autos aus. Die Gratifikation würde ein Anreiz für die Industrie sein, optimierte Autos mit Hybridantrieb oder später reine Elektroautos auf den Markt zu bringen. Geschäftsführer Jürgen Resch: „Die Franzosen zum Beispiel fördern Autos, die weniger als 600 Gramm CO2 ausstoßen.“

„Blickpunkt Klimawandel“ erscheint am 9. April im Buchhandel

fuchs„Es geht darum, diesen Planeten in einem Zustand zu erhalten, wie wir ihn uns wünschen“. Das sagt Arved Fuchs, Mitautor und Herausgeber des im Bielefelder Verlag Delius-Klasing erschienen Buchs. Der Arktis-Experte will auch angesichts der gescheiterten Klimakonferenz in Kopenhagen nicht aufgeben. In großem Ausmaß werden Arten sterben, wenn wir die Erde weiter aufheizen. Fuchs Anliegen ist klar: „Die Klimadebatte muss wieder auf die aktuelle Tagesordnung.“ „Blickpunkt Klimawandel“ ist sein Beitrag dazu – gemeinsam mit anerkannten Wissenschaftlern, die als Gastautoren schreiben.

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Mit der aktiven Bürgergesellschaft gegen Klimawandel

Bei allem Nachdenken über Klimawandel und ökologische Innovation kommt bisweilen der Gedanke auf, welches politische System die nötigen Wandlungsschritte eher fördert: Demokratie oder (Öko-)Diktatur? Gibt es sogar einen anderen Weg? Der Sozialpsychologe Harald Welzer sieht die Demokratie als flexibler, fehlerfreundlicher und anpassungsfähiger. Er schreibt ihr das höhere Potenzial zu, auf den Klimawandel zu reagieren. Eine Diktatur mit zentraler Planung durch wenig Entscheider kann Veränderungen nicht flexibel genug steuern.

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