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	<title>FUTUX° &#187; Wirtschaft</title>
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	<description>Energie Zukunft</description>
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		<title>Nervöse Routine</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Apr 2011 13:22:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der S-Bahn fahren Horst und Erhard selten. Ihre Sakkos verraten, dass sie aus gut be­zahlten Jobs in die Rente kamen, auch, dass das schon mehr als zehn Jahre her ist. Sie tauschen Teile der Frankfurter Allge­meinen und Horst sagt beiläufig etwas über die Sicherheit von Hochtemperaturre­aktoren. Irgendwo hat er auch was von den Rückbaukosten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der S-Bahn fahren Horst und Erhard selten.<br />
Ihre Sakkos verraten, dass sie aus gut be­zahlten Jobs in die Rente kamen, auch, dass das schon mehr als zehn Jahre her ist. Sie tauschen Teile der Frankfurter Allge­meinen und Horst sagt beiläufig etwas über die Sicherheit von Hochtemperaturre­aktoren. Irgendwo hat er auch was von den Rückbaukosten der Atomruine in Hamm gelesen. So wie er es sagt, lohnt es nicht, dem Atomthema weitere Aufmerksamkeit zu widmen. Und doch wird es dem Tag im Nacken sitzen. <span id="more-1103"></span></p>
<p>Der Zug bummelt durch die ersten Ruhr­gebietsstädte. Da war mal der riesige Güter­bahnhof. Hier vor ein paar Jahren das große Stahlwerk. Horst und Erhard sehen sie noch, die alten Symbole des Industrie­standortes. Aus dieser vergangenen Welt stammt ihr Erspartes, dass sie auch durch ein paar geschickte Aktienspekulationen zu bewahren hoffen.<br />
Am Essener Hauptbahnhof schauen sie in die Wegbeschreibung zur RWE-Haupt­versammlung, aber eigentlich müssen sie nur folgen: Ein Strom von Kleinaktio­nären, meist Männer und nur selten jünger als 60, drängt Richtung U-Bahn.<br />
Randlose Brillen studieren die Fahrpläne, dabei stehen genug Stadtwerker bereit und fordern die Besucher auf, bis ans Bahn­steigende zu gehen. Die Herren trotten nach vorne und der Ordner freut sich: &#8220;Die Generation tut noch, was man ihr sagt&#8221;. <img src="http://www.futux.de/wp-content/uploads/2011/04/rwe2-289x300.jpg" alt="" title="rwe2" width="289" height="300" class="alignright size-medium wp-image-1107" /></p>
<p><strong>Geordnetes Chaos</strong><br />
Bis auf ein paar aufgeregte Jungspekulan­ten spricht niemand darüber, was die spür­bare Nervosität im Zug erklärt &#8211; Atom­kraftgegner haben zur Blockade der Hauptversammlung aufgerufen.<br />
Kaum aus dem U-Bahnschacht aufgestie­gen geraten die Aktionäre so auch direkt in eine Gruppe von behelmten Polizisten. Und laut ist es auch. Mühsam drängt man sich durch ein Spalier um die Blockierer herum, die weit vor dem Eingang zur Gru­gahalle auf dem Boden sitzen. Es scheint mehr Polizei als Demonstranten zu geben, daher ist der Zugang zur Halle mühsam, aber geordnet. Die Besucher werden ab­wechselnd beschimpft oder belehrt und reagieren mit Ignoranz oder Pro-A­tom-Argumenten, die selbst in den ganz schlechten Talkshows nicht mehr zu hören sind.<br />
Um Viertel vor Zehn wird es nun aber doch eng und der Einsatzleiter lässt seine Truppe Stellung zur Räumung beziehen. Das könnte man sich besser von Innen an­schauen. Aber der Pressezugang liegt auf der anderen Hallenseite und nach einem Check-In wie am Flughafen und der Be­lehrung zu den Spielregeln: &#8220;Fotos nur bis zum Ende der Rede von Dr. Großmann&#8221; ist es schon nach Zehn. </p>
<p>Der Vorsitzende bittet um Verständnis, &#8220;Sie haben ja mitbekommen, dass es drau­ßen noch Verzögerungen gibt&#8221;, aber in ei­ner viertel Stunde werde man starten. Dann endlich kann man beginnen, begrü­ßen, die Formalien erklären und bald spricht auch der große Vorsitzende. </p>
<p>Jürgen Großmann redet eher zäh als gelas­sen, er hat das ja alles schon hundert Mal gesagt, aber heute wirkt er angespannt. Schon nach den ersten Sätzen unterbricht ihn ein &#8216;Abschalten, abschalten!&#8217; aus dem Zuschauerraum. Ein Securitymann stellt sich vor das Pult, die Journalisten im Pres­seraum springen auf und beobachten, wie ein paar Saalordner die Störer und ihr Banner aus dem Saal drängen.<br />
Das fällt leicht, denn die Anleger machen brav Platz oder legen auch bereitwillig selbst Hand an. So ist diese Generation eben.<br />
Nach einer halben Minute ist Ruhe und Großmann beendet, was er vorher begon­nen hatte, dass Klartext heute wichtiger denn je sei und hundert Jahre Verlässlich­keit und dass in Deutschland die Lampen nicht ausgehen, das ist den ersten Applaus wert. </p>
<p><strong>Geregelte Störfälle</strong><br />
Die zweite Gruppe von Atomkraftgegnern entrollt ihr Banner und wird im Saal hör­bar. Da spricht der Vorstand schon drüber hinweg und kommt bald auf Fukushima und die Folgen. Den Rest kennt man von den Medienvertretern der Atomlobby, im Pressezentrum kehrt Routine ein.<br />
Der Vertreter eines amerikanischen Wirt­schaftsmagazins klickt aus einem Gross­mann-Profil und ein paar Beiträgen über &#8220;Germanys anti-nuclear protest&#8221; einen Ar­tikel zusammen. Bei der inzwischen Drit­ten Störung schaut kaum noch jemand vom Bildschirm auf.<br />
Als Großmann &#8220;Erfolgreiches Abschalten der RWE&#8221; sagt, gibt es noch mal ein paar Lacher, dann korrigiert er sich auf &#8220;Ab­schneiden&#8221; und der nächste Protest von Aktivisten im Saal erstirbt im Applaus.<br />
RWE hatte mit mehr Demonstranten ge­rechnet. Die anwesenden Journalisten inter­essieren sich eher für die kommunalen An­leger, also die an RWE beteiligten Ruhrge­bietsstädte, die den Atomkurs des 59jähri­gen &#8220;Dinosauriers&#8221; nicht mehr tragen wol­len und der wahre Grund für Großmanns Anspannung sind.<br />
Dass RWE sich mit 20 % am Neubau eines holländischen Atomkraftwerkes beteiligen will ist als Gerücht bereits unterwegs aber noch nicht im Saal angelangt. Dort argu­mentiert der Vorstand noch, dass man die deutschen Kraftwerke nicht abschalten brauche, weil die französischen uns dann weiter bedrohten.<br />
Erneut wallt eine &#8220;Abschalten!&#8221;-Gruppe auf und wird ohne große Beachtung her­ausgeführt. Das Publikum ist genervt und wenig beeindruckt. <a href="http://www.futux.de/wp-content/uploads/2011/04/rwe41.jpg"><img src="http://www.futux.de/wp-content/uploads/2011/04/rwe41-300x237.jpg" alt="" title="rwe4" width="300" height="237" class="alignright size-medium wp-image-1109" /></a><br />
Über den zukünftigen Kurs des Stromkon­zerns entscheiden ohnehin andere. Versi­cherungen, Banken und andere Großinves­toren, die dann auch wieder ihrer Rendite verpflichtet sind. Über die Kommunen kommt etwas Politik und Bürgerinteresse ins Unternehmen. Vorstandsreden, Protes­te, die Auftritte der kritischen Aktionäre bleiben ein kurzes Aufflackern in Tages­schau und Tageszeitung. </p>
<p>Für mehr als 7 Stunden Anfragen und Re­debeiträge haben sich nun Aktionäre ange­meldet. Da hört man noch einen Moment zu, aber nach und nach leert sich die Halle. Im Zehn-, später im Fünfminutentakt lösen sich fundierte und haarsträubende, enga­gierte aber auch kaum erträgliche Beiträge ab. Wer mag, verfolgt die Veranstaltung live im Netz und hört noch den eifrigen Verfechter der Kernkraft-Rendite oder den eloquenten Beitrag über den Greenpeace-Plan zur Deutschen Energiepolitik. Der Vorstand antwortet. </p>
<p>Vor der Gruga ist es inzwischen ruhig, eine kleine Gruppe der Bereitschaftspoli­zisten wartet auf den Abend.<br />
Horst und Erhard können da mit ihrem Kleinanleger-Stimmrecht gerade mal eine Symbolwirkung haben. Aber die interes­siert sie weniger als die Präsente, die ihnen Ihr Unternehmen in die Tasche gepackt hat und die sie nun inspizieren.<br />
Am Abend hat die RWE-Aktie leicht zuge­legt. Die Anleihen der Solarstroman­bieter haben etwas mehr gebracht. Doch das ist was für die nächste Generation.</p>
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		<title>SolarWorld steigert Umsatz im 1. Halbjahr 2010 um rund 50 Prozent</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 06:11:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonnenenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Vorlage des Konzern-Zwischenberichts für das 1. Halbjahr 2010 bestätigt die SolarWorld ihre vorab gemeldeten Zahlen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs die konzernweite Absatzmenge im 1. Halbjahr 2010 um 58 Prozent auf 377 (1. Halbjahr 2009: 239) MW. Der Umsatz wuchs um 50,8 Prozent auf 608,4 (1. Halbjahr 2009: 403,4) Mio. Euro. Das EBIT betrug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.futux.de/wp-content/uploads/2010/08/sw_logo_uz_4c_de.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-987" title="sw_logo_uz_4c_de" src="http://www.futux.de/wp-content/uploads/2010/08/sw_logo_uz_4c_de.jpg" alt="" width="132" height="107" /></a>Mit Vorlage des Konzern-Zwischenberichts für das 1. Halbjahr 2010 bestätigt die SolarWorld ihre vorab gemeldeten Zahlen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs die konzernweite Absatzmenge im 1. Halbjahr 2010 um 58 Prozent auf 377 (1. Halbjahr 2009: 239) MW. Der Umsatz wuchs um 50,8 Prozent auf 608,4 (1. Halbjahr 2009: 403,4) Mio. Euro. Das EBIT betrug für das 1. Halbjahr 81,2 (1. Halbjahr 2009: 83,3) Mio. Euro, die EBIT-Marge lag bei 13,3 Prozent. „Wir konnten die dynamische Entwicklung der internationalen Solarmärkte nutzen“, sagt Dr.-Ing. E. h. Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG. „Die weltweiten Produktionsstandorte arbeiten mit Vollauslastung, der Ausbau läuft planmäßig.  Wir investieren in hochmoderne, effiziente Fertigungen. Die SolarWorld ist fit für die Märkte der Zukunft!“</p>
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		<title>Eine strahlende Zukunft oder: Mit 40 in Pension?</title>
		<link>http://www.futux.de/wirtschaft/eine-strahlende-zukunft-oder-mit-40-in-pension/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 16:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli Bach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[WDR 5 (Radio) sendete am 04.05.2010 in seiner Wissenschaftssendung „Leonardo“ einen sehr anschaulichen Beitrag über die Konsequenzen der Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken. Der WDR schreibt: „Viele Bauteile eines Kernkraftwerks können ausgetauscht werden. Die Befürworter einer Laufzeitverlängerung sagen, dass so auch alte Reaktoren fit bleiben und sicher sind. Aber ein Teil auszutauschen heißt ja noch nicht, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0cm; text-align: justify } 		A:link { color: #0000ff } -->WDR 5 (Radio) sendete am 04.05.2010 in seiner Wissenschaftssendung „Leonardo“ einen sehr anschaulichen Beitrag über die Konsequenzen der Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken.</p>
<p>Der WDR schreibt:  „Viele Bauteile eines Kernkraftwerks können ausgetauscht werden. Die Befürworter einer Laufzeitverlängerung sagen, dass so auch alte Reaktoren fit bleiben und sicher sind. Aber ein Teil auszutauschen heißt ja noch nicht, dass die Anlage nun dem Stand der Technik entspricht. Schließlich hat ein Golf I von 1974 durch Erneuern der Bremsbeläge noch lange kein ABS an Bord. Umfassend auf aktuelle Sicherheitstechnik umzurüsten ist sehr teuer, mitunter aber auch unmöglich. Zum Beispiel beim Reaktordruckbehälter, der ständig von Neutronen bombardiert wird und dadurch verspröden kann. Auch am Gebäude kann man nachträglich wenig tun, um zum Beispiel den Schutz gegen Flugzeugabstürze zu verbessern. Falls sich die Politik tatsächlich für eine Laufzeitverlängerung entscheidet, wird man für jeden Reaktor sehr genau schauen müssen, ob diese vertretbar und wirtschaftlich lohnend ist.“</p>
<p>Die Sendung kann als Podcast heruntergeladen werden. Und wer nicht hören will, kann lesen: Das Manuskript steht auch im Netz.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/s/d/04.05.2010-22.05/b/schwerupnkt-pensionsalter-40.html">http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/s/d/04.05.2010-22.05/b/schwerupnkt-pensionsalter-40.html</a></span></span></p>
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		<title>Frankreich: Steuererhöhung für Klimasünder</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 07:11:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Emissionshandel der Europäischen Uniun (EU) erfasst längst nicht alle Sünder. Die französische Regierung wird 2010 eine Steuer für den Ausstoß von CO2 einführen. Zwar steht die Höhe der Steuer noch nicht fest, zur Zeit sind aber 32 € je Tonne ausgestoßenem CO2 im Gespräch. Einen Durchschnittshaushalt dürfte dies etwa 300 € kosten &#8211; vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Emissionshandel der Europäischen Uniun (EU) erfasst längst nicht alle Sünder. Die französische Regierung wird 2010 eine Steuer für den Ausstoß von CO2 einführen. <span id="more-570"></span><br />
Zwar steht die Höhe der Steuer noch nicht fest, zur Zeit sind aber 32 € je Tonne ausgestoßenem CO2 im Gespräch.<br />
Einen Durchschnittshaushalt dürfte dies etwa 300 € kosten &#8211; vor allem die Landbevölkerung, die zu wenig Alternativen zum Autoverkehr hat, wird betroffen sein.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Erneuerbare Energien in Deutschland kartiert</title>
		<link>http://www.futux.de/bildung-information/erneuerbare-energien-in-deutschland-kartiert/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 13:53:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung & Information]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwar sind die Daten zur Energieeinspeisung noch unzulänglich, dennoch veröffentlicht die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) auf ihrer EnergyMap, wie nah die einzelnen Regionen am 100-Prozent-Ziel sind. Zur Zeit ist auf der Karte selbst noch nichts zu sehen, aber es werden schon zahlreiche Statistiken und Rankings gezeigt. So sieht man, dass Schleswig-Holstein mit 42 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwar sind die Daten zur Energieeinspeisung noch unzulänglich, dennoch veröffentlicht die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) auf ihrer <a href="http://www.energymap.info" target="_blank">EnergyMap</a>, wie nah die einzelnen Regionen am 100-Prozent-Ziel sind.<span id="more-547"></span><br />
Zur Zeit ist auf der Karte selbst noch nichts zu sehen, aber es werden schon zahlreiche Statistiken und Rankings gezeigt.<br />
So sieht man, dass Schleswig-Holstein mit 42 % Erneuerbarer Energie an der Spitze, Kohle-Land NRW dagegen mit 7 % am unteren Ende der Bundesländer steht.<br />
Auch Städte werden gerankt, zudem werden verschiedene  Quellen (Solarenergie, Wind- und Wasserkraft, Biomasse, Klärgas und Geothermie) unterschieden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>SolarWorld AG steigert Umsatz deutlich</title>
		<link>http://www.futux.de/sonnenenergie/solarworld-ag-steigert-umsatz-deutlich/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 06:18:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonnenenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die SolarWorld AG steigert die Absatzmenge um 26 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum. Die Umsatzprognose für 2009, über Vorjahresniveau, mit 1 Mrd. Euro als Etappenziel, wird damit bestätigt.Die SolarWorld AG hat ihr nachhaltiges internationales Konzernwachstum im 2. Quartal 2009 fortgesetzt. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz um 27 Prozent von 177 Mio. Euro im 1. Quartal 2009 auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die SolarWorld AG steigert die Absatzmenge um 26 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum. Die Umsatzprognose für 2009, über Vorjahresniveau, mit 1 Mrd. Euro als Etappenziel, wird damit bestätigt.<img class="alignright size-full wp-image-539" title="sw_logo_rgb" src="http://www.futux.de/wp-content/uploads/2009/07/sw_logo_rgb.jpg" alt="sw_logo_rgb" width="200" height="134" /><span id="more-536"></span>Die SolarWorld AG hat ihr nachhaltiges internationales Konzernwachstum im 2. Quartal 2009 fortgesetzt. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz um 27 Prozent von 177 Mio. Euro im 1. Quartal 2009 auf 225 Mio. Euro im 2. Quartal 2009.<br />
Die konzernweite Absatzmenge stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26 Prozent auf 239 MW im 1. Halbjahr 2009. Der Umsatz veränderte sich um -5,9 Prozent von 427 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2008 auf 402 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2009. Damit konnte die SolarWorld trotz der branchenweit um rund 25 Prozent gesunkenen Preise das Umsatzniveau im 1. Halbjahr 2009 weitgehend halten.<br />
Das EBIT wuchs im Vergleich zum 1. Quartal 2009 (38,9 Mio. Euro) um 5,2 Mio. Euro auf 44,1 Mio. Euro im 2. Quartal 2009. Die EBIT-Marge betrug 20 Prozent. Der Nachsteuergewinn stieg von 23,8 (1. Quartal 2009) auf 27,9 Mio. Euro im 2. Quartal 2009.<br />
Für das 1. Halbjahr 2009 betrug das EBIT 83,0 (Vorjahreszeitraum: 118,5) Mio. Euro. Die EBIT-Marge von 21 Prozent im 1. Halbjahr 2009 weist eine Änderung um 7 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (28 Prozent) auf. Der Nachsteuergewinn der fortgeführten Aktivitäten belief sich auf 51,7 (Vorjahreszeitraum: 73,7) Mio. Euro.<br />
Der SolarWorld AG ist es damit gelungen, der Preisdegression im internationalen Solarmarkt durch Kosteneinsparungen und durch deutliche Erhöhung der konzernweiten Absatzmengen aufgrund steigender Markenbekanntheit weitgehend entgegen zu wirken.<br />
Die Erweiterung der Produktionskapazitäten wird weltweit planmäßig umgesetzt, da alle Produktionsstandorte in Deutschland, USA und Südkorea bei Vollauslastung an ihrer Kapazitätsgrenze arbeiten. Die Umsatzprognose 2009 über Vorjahresniveau mit 1 Mrd. Euro als Etappenziel wird bestätigt.</p>
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		<title>Rufer in die Wüste!</title>
		<link>http://www.futux.de/agro-sprit/rufer-in-die-wuste/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 07:23:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Agro-Sprit]]></category>
		<category><![CDATA[Basics]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Windkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn irgendwo etwas irgendwie Neues entsteht, dann dauert es nicht lange, bis die Kulturpessimisten ihre Stimme erheben. Erst recht, wenn dieses Neue auch noch mit Technik zusammen hängt. Die Mahnung gegen einen allzu einfältigen Fortschrittsglauben ist sicher nicht falsch. Und auch die Tatsache, dass z.B. viele Atomkraftgegner kaum eine Vorstellung über die technischen Vorgänge in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn irgendwo etwas irgendwie Neues entsteht, dann dauert es nicht lange, bis die Kulturpessimisten ihre Stimme erheben. Erst recht, wenn dieses Neue auch noch mit Technik zusammen hängt. Die Mahnung gegen einen allzu einfältigen Fortschrittsglauben ist sicher nicht falsch. Und auch die Tatsache, dass z.B. viele Atomkraftgegner kaum eine Vorstellung über die technischen Vorgänge in einem Atomkraftwerk haben, ändert nichts daran, dass die Risiken und Folgen der Uranenergie untragbar sind.<span id="more-509"></span><br />
Die zunehmend lautere Kritik am Desertec-Projekt nimmt allerdings  immer mehr bizarre Züge an. Allen voran schreibt eine Tageszeitung aus dem Süden unseres Landes verstärkt gegen die großflächige Nutzung der Sonne an: Da wird die technische Anfälligkeit des System bekrittelt und man fragt, wieso die Energieriesen auf 15 % des heimischen Marktes verzichten sollten. Aber, so könnte man zurückfragen, worauf verzichtet ein Unternehmen denn, wenn es in das überaus gewinnträchtige Desertec-Projekt einsteigt? In eher feuilletonistischer Manier wird dann in der gleichen Zeitung noch über die koloniale Landnahme in Nordafrika sinniert.<br />
Desertec verbindet ausschließlich erprobte und funktionierende Technologien. Ohne dies zu berücksichtigen, vergleicht man die dahinter stehende Idee mit den absurdesten Vorhaben aus der Frühzeit der Industriealisierung. Die Entwicklung von Eisenbahn, Versorgungs- und  Computernetzen hätte es demnach niemals geben dürfen.<br />
Auf einen Zeitraum von 40 Jahren verteilt, erscheinen die zunächst gewaltig anmutenden Projektkosten von 400 Milliarden Euro bei weitem nicht so dramatisch. Sie eignen sich dann aber auch nicht mehr für schnelle Kritik.<br />
Die gleichen Mahner, die zurecht darauf hinweisen, dass Afrika den Anschluss an die westliche Welt verliert, warnen nun vor einer Gefährdung der Energieversorgung gerade seiner, bedingt vor allem durch Armut, politisch instabilen Länder. Deren Beständigkeit wird aber wahrscheinlicher, wenn die nötige Energieversorgung und damit eine überhaupt erst ökologisch tragbare Industriealisierung des afrikanischen Kontinents denk- und realisierbar wird.<br />
Man kann oder will anscheinend auch nicht sehen, dass die wirtschaftliche Verbesserung für die Menschen in Afrika eine echte Alternative  zur Armutsflucht ist. Dem Hinweis auf diesen Aspekt wird im Gegenteil noch Rassismus als Motiv unterstellt.<br />
Die rasant wachsende Weltbevölkerung gerät immer mehr in Not. Beim Desertec-Projekt geht es nicht um die Spinnereien irgendwelcher Ingenieure, sondern darum, die Energieversorgung der Welt langfristig auf einen sicheren Boden zu stellen.</p>
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		<title>Die größte Chance der Menschheit: Desertec</title>
		<link>http://www.futux.de/basics/die-groste-chance-der-menschheit-desertec/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 11:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Basics]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Windkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, das ist ein gewagter Titel. Und neu ist das Thema auch nicht. Der einzige Grund, warum wir noch nicht darüber geschrieben haben, ist, dass dieses Thema wirklich so umfassend und so außerordentlich interessant ist, dass man eigentlich nicht so oberflächlich einsteigt. Doch nun trotzdem eine schnelle Einführung &#8211; auch wenn den meisten unserer Leser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, das ist ein gewagter Titel.<br />
Und neu ist das Thema auch nicht.<br />
Der einzige Grund, warum wir noch nicht darüber geschrieben haben, ist, dass dieses Thema wirklich so umfassend und so außerordentlich interessant ist, dass man eigentlich nicht so oberflächlich einsteigt.</p>
<p>Doch nun trotzdem eine schnelle Einführung &#8211; auch wenn den meisten unserer Leser die Grundgedanken von Desertec schon bekannt sein werden.<span id="more-422"></span></p>
<h2>Märchen aus dem Morgenland?</h2>
<p>Es klingt wie ein Science Fiction, ähnlich wie die immer wieder aufkeimende Hoffnung auf den Kernfusionsreaktor. Und als ich zum ersten Mal davon hörte habe ich gedacht: Ja, theoretisch alles ganz schön, aber leider nicht machbar.<br />
Inzwischen sind ein paar Monate vergangen und die Idee ist keineswegs verschwunden. Im Gegenteil: Die zunehmenden Medienberichte in aller Welt werden zunehmend ernsthafter.</p>
<p>Die Grundidee ist schnell erzählt: In den ungenutzen Weiten der nordafrikanischen Wüsten werden Solarkraftwerke und Windparks errichtet. Die gewonnene Energie reicht zur Versorgung Europas und Nordafrikas aus, nebenbei kann reichlich Meerwasser entsalzen werden um das Trinkwasserproblem des Kontinents zu lösen. Der gewonnene Strom wird über 2 Gigawatt-Gleichstromleitungen über verschiedene Mittelmeerpassagen geleitet.<br />
Das war&#8217;s im Grunde schon.</p>
<h2>Wo ist der Haken?</h2>
<p>Die technischen Voraussetzungen sind alle erprobt, die Umsetzung ist nur eine Frage von finazieller Investitionsbereitschaft und  politischem Willen &#8211; was mit Blick auf die instabileren Mittelmeeranreiner nicht unbedeutend ist.</p>
<p>Realistisch ist eine Deckung von bis zu 25 % des europäischen Strombedarfs bis zum Jahr 2050, bis dahin wären 65 % regenerative Energie aus heimischen Quellen möglich.<br />
Bei einem so großen Stromangebot könnte auch eine Umstellung des Verkehrs auf Elektroantriebe gelingen.</p>
<p>Ein drastischer Verzicht auf die CO2-erzeugende Energiegewinnung wäre also bis zur Mitte des Jahrhunderts denkbar. Auch wenn dieses Konzept in seiner Größe und Komplexheit schwindelerregend ist &#8211; es bleibt kaum eine Alternative, wenn man die Bedrohung des Weltklimas durch unsere heutige Energiewirtschaft ernst nimmt.</p>
<p>Das war &#8211; wie oben beschrieben &#8211; nur eine saloppe Einführung ins Thema.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trans-Mediterranean_Renewable_Energy_Cooperation" target="_blank">Wikipedia</a> liefert bereits gute Informationen zum Thema und die <a href="http://www.desertec.org/" target="_blank">Desertec-Foundation</a> hat ebenfalls eine informative Website. Darüber hinaus lohnt sich die <a href="http://www.google.de/search?hl=de&#038;q=desertec&#038;btnG=Google-Suche&#038;meta=&#038;aq=f&#038;oq=" target="_blank">Suche nach Desertec</a>, denn die Medienbeiträge häufen sich.</p>
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		<title>Ökologische Geldanlage: Gutes Gewissen mit Profit?</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 06:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Basics]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer noch nicht alles verspielt und verloren hat, fragt sich, wie er sein Geld in einen sicheren Hafen bringen kann. Und wer neben unseren kleinen ökonomischen auch noch die großen ökologischen Probleme wahrnimmt, möchte beide gerne verbinden. Aber geht das überhaupt? Ist die Ökoaktie ein profitabler Beitrag für eine bessere Welt? Oder lügt sich der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer noch nicht alles verspielt und verloren hat, fragt sich, wie er sein Geld in einen sicheren Hafen bringen kann.<br />
Und wer neben unseren kleinen ökonomischen auch noch die großen ökologischen Probleme wahrnimmt, möchte beide gerne verbinden. Aber geht das überhaupt?<br />
<span id="more-404"></span></p>
<p><strong>Ist die Ökoaktie ein profitabler Beitrag für eine bessere Welt?</strong><strong> Oder lügt sich der Aktivist im Aktionär selbst in die Tasche?<br />
Mit diesen Fragen hat sich unser Gastautor Hendrik Franz beschäftigt.</strong></p>
<p>Lehmann-Zertifikate und Kaupthing-Tagesgelder lauten die Schlagwörter der täglich erlebbar gewordenen Gier an unseren Finanzmärkten. Die Schuldigen sind natürlich ‘die da oben’ und die unfähigen Bankmanager. Dafür streichen  wir ihnen jetzt rigoros die Boni, bis selbst Herr Ackermann sich auf Knien rutschend bei jedem von uns persönlich entschuldigt hat.<br />
Doch mal ehrlich: Wer hat denn in den letzten Jahren all die Geldanlagen gekauft, die jetzt als ‘unseriös’ und ‘windig’ abgetan werden? Haben Banker nicht eigentlich nur eine Nachfrage bedient? Die Nachfrage nach risikofreien Produkten, die trotzdem zweistellige Renditen garantieren? Haben nicht vielmehr zu viele ‘mündige’ Anleger nur zu gern an das Land, in dem Milch und Honig fließen, geglaubt? Geiz beim Geld ausgeben und Gier beim Geld anlegen! Beides finden wir total geil!<br />
Einigen von uns scheint der Schuss aber nicht unbemerkt vor den Bug geknallt zu sein; es setzt ein vorsichtiges Nachdenken über die Funktionsmechanismen unserer Finanzwelt ein: so genannte ‘ethisch-ökologische’ Banken rühmen sich seit Wochen damit, nicht mehr nachzukommen mit der Bearbeitung von Neukundenanträgen.</p>
<h3>Wie hältst Du&#8217;s mit den Mitteln?</h3>
<p>Natürlich melden sich jetzt aufmerksame und kritische Geister mit der bekannten Behauptung, sie hätten ja schon immer alles vorher gewusst. Daher hatten diese sich bereits vor geraumer Zeit vorsorglich mit bunten Prospekten eingedeckt, auf denen blitz-blanke Windräder auf saftig-grünen, sonnenbeschienenen Wiesen dem Eigentümer dicke Gewinne versprechen. Ethisches Investment? Kennen wir alles schon. Schließlich will man im Wartebereich des Friseurs unseres Vertrauens beim Blättern zwischen ‘Spiegel’ und ‘Focus’ nicht nur mit unermesslichen Renditen, sondern auch mit einem guten Gewissen prahlen. ‘Ethische’, ‘grüne’, ‘ökologische’ oder sonst wie mit Gutmenschenadjektiven belegte Aktienfonds sind schon lange chic.<br />
Doch was soll der verantwortungsbewusste Anleger von den Geschichten der Prahlhänse halten, die er da ungewollt beim Friseur aufschnappt? Ist buntes Prospekt gleich buntes Prospekt oder könnte es da etwa auch den einen oder anderen Unterschied geben?<br />
Wie jedes ordentliche Diskussionsthema hält auch das ‘Ethische Investment’ eine Gretchen-Frage parat. Es ist dies die Frage nach der Mittelverwendung und das macht die Sache dann auch einigermaßen anspruchsvoll. Denn während konventionelle Investoren die drei Anlagemotive Rendite, Sicherheit und Liquidität unter einen Hut bringen müssen (man spricht salomonisch vom Magischen Dreieck der Finanzwirtschaft), will bei ethischen Investoren zusätzlich das Motiv der Mittelverwendung unter den engen Hut. Um das Gedrängel unter dem Hut im Rahmen zu halten, müssen konventionelle Investoren bspw. ein Stück Sicherheit außen vor lassen, wenn sie eine höhere Rendite erzielen möchten. Das wurde in den letzten Jahren zwar nur allzu gern verdrängt, wird aber aktuell von vielen Teilnehmern des großen Geldanlagespiels neu gelernt. Ethische Investoren hingegen beabsichtigen, ihre Mittel nur für ganz bestimmte Projekte oder Unternehmen zu verwenden. Dadurch müssen sie manchmal lukrative Investitionschancen ungenutzt lassen und können nur eingeschränkt Risikostreuung betreiben, worunter die Sicherheit der Anlagen leiden kann. Diese Punkte werden von großformatigen Werbeanzeigen gern geleugnet: ‘Gutes Gewissen und Rendite sind kein Widerspruch’ wird da entgegen jeglicher finanzwirtschaftlicher Logik postuliert.</p>
<h3>Was macht die Bank mit meinem Geld?</h3>
<p>Eines dürfte aber klar sein: Verlangt man von einem Unternehmen zu hohe Zinsen für die Kapitalüberlassung, dann sorgen hohe Kapitalkosten unter Umständen dafür, dass sinnvolle Projekte gar nicht erst zustande kommen. Andererseits kann durch eine geringere Renditeerwartung der Anleger die Realisierung bestimmter Projekte beschleunigt werden. Das ist nichts anderes als Subventionierung. Auch wenn dieses Wort in unserem Sprachgebrauch mittlerweile negativ belegt ist, ist daran nichts Schlimmes.<br />
Müssen ethische Investoren also zwangsläufig verarmen? Ein Rechenbeispiel: Ein Anleger hat 5.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto und bekommt das mit 2% verzinst. Pro Jahr bedeutet das die astronomische Summe von 100 Euro als Zinsertrag oder, anders ausgedrückt, einmal im Monat ins Kino gehen. Müsste dieser Investor bei einem Verzicht auf diese 100 Euro kulturell verarmen, weil er sich den monatlichen Kinobesuch nicht mehr leisten kann? Wohl kaum, sonst hätte er nicht das Jahreseinkommen eines Hartz-IV-Beziehers auf dem Tagesgeldkonto gebunkert.<br />
Wie kann ich aber wissen, was die Bank mit meinen 5.000 Euro macht? Die Beantwortung dieser Frage ist essentiell für das ethische Investment, denn die Transparenz eines Geldinstituts ist die Voraussetzung für die Kontrollierbarkeit der Mittelverwendung. Daran gemessen, scheiden konventionelle Banken als Partner beim Geld anlegen nach ethischen Standards aus. Wer weiß schon, was Deutsche Bank &amp; Co. mit unseren Spargeldern so alles anstellen. Deutsche Institute zeigen zwar gern mit nacktem Finger auf die verschwiegenen und daher schurkenhaften Schweizer Banken, doch werden sie selbst erstaunlich kleinlaut, wenn es darum geht, über ihre Kapitalanlagen und Kreditvergaben zu berichten.<br />
Gänzlich ohne ethischen Mehrwert sind meines Erachtens der Kauf von Aktien, ganz egal ob indirekt durch Beteiligung an einem Aktienfonds oder direkt durch ein eigenes Wertpapierdepot. Denn was passiert hierbei? Anleger A verkauft ein Papier, das ein Eigentumsrecht verbrieft, an Anleger B. Anleger B zahlt dafür Geld an Anleger A. Anleger B hofft jetzt, dass sich sein Investment Wert steigernd entwickelt, während Anleger A den Verkaufserlös dazu nutzt, seine große Liebe schick auszuführen. Die beteiligten Banken streichen zwei Courtagen (für Kauf und Verkauf) ein und freuen sich schon auf die meist jährlich anfallende Depotgebühr. Das Unternehmen jedoch, das das Papierchen ursprünglich einmal emittiert hatte und dessen Miteigentümer Anleger B nun ist, wird von dem ganzen Vorgang überhaupt nicht tangiert. Anders formuliert: Es hat genauso wenig ethischen Nutzen, Aktien eines Solaranlagenbauers zu kaufen, wie es unethisch ist, Aktien eines Rüstungsunternehmens zu erwerben. Natürlich werden einige Buffet-Anhänger jetzt lamentieren, dass die steigende Nachfrage nach einer Aktie zu einem steigenden Kurs derselben führt und mit einem hohen Aktienkurs wiederum eine Vielzahl positiver Wirkungen in Zusammenhang gebracht werden können: Imagegewinn sowie Werbung für das Unternehmen und seine Produkte. Außerdem können die Aktien als Währung bei Firmenübernahmen oder als Sicherheit für Kredite herhalten.</p>
<h3>Und doch: Es gibt Alternativen</h3>
<p>Naja, was Image und Werbung angeht, ist dies genauso wenig nachweisbar wie das entsprechende Gegenteil. Und zu Firmenübernahmen und Sicherheiten für Kredite könnten Frau Schickedanz und Frau Schaeffler sicherlich die eine oder andere Anekdote beisteuern.<br />
Gibt es Alternativen? Zumindest einige Anregungen:<br />
Wie wäre es mal wieder mit dem guten alten Sparbuch? Am besten bei einer Bank, die ihre Einlagen ausschließlich für die Vergabe von Krediten nach ethischen Kriterien verwendet. Dies sind in Deutschland die GLS Bank in Bochum sowie die Umweltbank in Nürnberg. Beide sind als Direktbanken bundesweit tätig und bezeichnen sich selbst als ‘ethisch-ökologische Banken’. (Ob ‘ethisch’ und ‘ökologisch’ unterschiedliche Sachen bezeichnen oder warum man sonst beide Begriffe einzeln aufführt, hat sich noch niemandem erschlossen, auf jeden Fall klingt es klasse!) Die GLS Bank vergibt Kredite breit gefächert an soziale, gemeinnützige und ökologische Projekte. Aufgrund ihrer anthroposophischen Wurzeln ist sie sehr stark in der Waldorfbewegung verankert. Sie setzt durch die quartalsweise Veröffentlichung ALLER an gewerbliche Kreditnehmer vergebenen Kredite bislang einen unerreichten Standard hinsichtlich Transparenz ihrer Geschäftstätigkeit. Die Umweltbank wiederum konzentriert sich auf erneuerbare Energien und nachhaltige Baufinanzierung. Durch diese Fokussierung ihrer Aktivitäten ist sie deutlich effizienter aufgestellt und bietet daher eine etwas höhere Verzinsung der Einlagen. Wie oben beschrieben ist das ja aber nicht unser Hauptentscheidungskriterium. Außerdem unterliegen die Einlagen bei der Umweltbank nur der gesetzlichen Einlagensicherung und sind daher nicht in voller Höhe gesichert. Ein nicht ganz unbedeutendes Kriterium in der heutigen Zeit.<br />
Direktanlagen haben in den letzten Jahren zum rasanten Ausbau der Windenergie beigetragen. Mit dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in Richtung Solar und Biomasse dürften sich hier auch künftig Möglichkeiten bieten. Wer sich nicht dem grauen Markt anvertrauen möchte, der kann sich auch beim Thema Direktanlagen von den beiden o.g. Kreditinstituten beraten lassen. Beide verkaufen in unregelmäßigen Anständen entsprechende Anteile.<br />
Sonstige Alternativen gibt es eine Menge, der Fantasie sind hierbei kaum Grenzen gesetzt. ‘Investieren’ verlangt nicht immer nach Geld. Und ‘ethisches’ Investieren bietet als Gegenleistung viel höhere Werte als nur Zinsen, manchmal sogar ein ‘Dankeschön’. Spenden an gemeinnützige Organisationen sind durchaus auch Investitionen. Oder fragen Sie doch einmal im Kindergarten Ihres Sohnes nach, ob dort nicht irgendetwas gebraucht wird, bei dessen Beschaffung Sie behilflich sein können. Oder investieren Sie Zeit und engagieren Sie sich ehrenamtlich. Das gute Gewissen lauert an jeder Ecke und nicht nur in bunten Prospekten. Und das anschließende Prahlen fällt dann viel leichter.</p>
<p><em>Hendrik Franz ist Autor des Buches &#8220;Ethisch-ökologische Kreditinstitute. Vergleichende Analyse im deutschsprachigen Raum&#8221;, Vdm Verlag Dr. Müller, ISBN 978-3836402743</em><img src="http://www.futux.de/wp-content/uploads/2009/04/cover-franz.jpg" alt="cover-franz" title="cover-franz" width="150" height="198" class="alignright size-full wp-image-416" /></p>
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