Nervöse Routine

Mit der S-Bahn fahren Horst und Erhard selten.
Ihre Sakkos verraten, dass sie aus gut be­zahlten Jobs in die Rente kamen, auch, dass das schon mehr als zehn Jahre her ist. Sie tauschen Teile der Frankfurter Allge­meinen und Horst sagt beiläufig etwas über die Sicherheit von Hochtemperaturre­aktoren. Irgendwo hat er auch was von den Rückbaukosten der Atomruine in Hamm gelesen. So wie er es sagt, lohnt es nicht, dem Atomthema weitere Aufmerksamkeit zu widmen. Und doch wird es dem Tag im Nacken sitzen.

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SolarWorld steigert Umsatz im 1. Halbjahr 2010 um rund 50 Prozent

Mit Vorlage des Konzern-Zwischenberichts für das 1. Halbjahr 2010 bestätigt die SolarWorld ihre vorab gemeldeten Zahlen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs die konzernweite Absatzmenge im 1. Halbjahr 2010 um 58 Prozent auf 377 (1. Halbjahr 2009: 239) MW. Der Umsatz wuchs um 50,8 Prozent auf 608,4 (1. Halbjahr 2009: 403,4) Mio. Euro. Das EBIT betrug für das 1. Halbjahr 81,2 (1. Halbjahr 2009: 83,3) Mio. Euro, die EBIT-Marge lag bei 13,3 Prozent. „Wir konnten die dynamische Entwicklung der internationalen Solarmärkte nutzen“, sagt Dr.-Ing. E. h. Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG. „Die weltweiten Produktionsstandorte arbeiten mit Vollauslastung, der Ausbau läuft planmäßig. Wir investieren in hochmoderne, effiziente Fertigungen. Die SolarWorld ist fit für die Märkte der Zukunft!“

Eine strahlende Zukunft oder: Mit 40 in Pension?

WDR 5 (Radio) sendete am 04.05.2010 in seiner Wissenschaftssendung „Leonardo“ einen sehr anschaulichen Beitrag über die Konsequenzen der Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken.

Der WDR schreibt: „Viele Bauteile eines Kernkraftwerks können ausgetauscht werden. Die Befürworter einer Laufzeitverlängerung sagen, dass so auch alte Reaktoren fit bleiben und sicher sind. Aber ein Teil auszutauschen heißt ja noch nicht, dass die Anlage nun dem Stand der Technik entspricht. Schließlich hat ein Golf I von 1974 durch Erneuern der Bremsbeläge noch lange kein ABS an Bord. Umfassend auf aktuelle Sicherheitstechnik umzurüsten ist sehr teuer, mitunter aber auch unmöglich. Zum Beispiel beim Reaktordruckbehälter, der ständig von Neutronen bombardiert wird und dadurch verspröden kann. Auch am Gebäude kann man nachträglich wenig tun, um zum Beispiel den Schutz gegen Flugzeugabstürze zu verbessern. Falls sich die Politik tatsächlich für eine Laufzeitverlängerung entscheidet, wird man für jeden Reaktor sehr genau schauen müssen, ob diese vertretbar und wirtschaftlich lohnend ist.“

Die Sendung kann als Podcast heruntergeladen werden. Und wer nicht hören will, kann lesen: Das Manuskript steht auch im Netz.

http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/s/d/04.05.2010-22.05/b/schwerupnkt-pensionsalter-40.html

Rufer in die Wüste!

Wenn irgendwo etwas irgendwie Neues entsteht, dann dauert es nicht lange, bis die Kulturpessimisten ihre Stimme erheben. Erst recht, wenn dieses Neue auch noch mit Technik zusammen hängt. Die Mahnung gegen einen allzu einfältigen Fortschrittsglauben ist sicher nicht falsch. Und auch die Tatsache, dass z.B. viele Atomkraftgegner kaum eine Vorstellung über die technischen Vorgänge in einem Atomkraftwerk haben, ändert nichts daran, dass die Risiken und Folgen der Uranenergie untragbar sind.

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Die größte Chance der Menschheit: Desertec

Ja, das ist ein gewagter Titel.
Und neu ist das Thema auch nicht.
Der einzige Grund, warum wir noch nicht darüber geschrieben haben, ist, dass dieses Thema wirklich so umfassend und so außerordentlich interessant ist, dass man eigentlich nicht so oberflächlich einsteigt.

Doch nun trotzdem eine schnelle Einführung – auch wenn den meisten unserer Leser die Grundgedanken von Desertec schon bekannt sein werden.

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