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	<title>FUTUX° &#187; Basics</title>
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	<description>Energie Zukunft</description>
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		<title>Der Plan: Deutschland ist erneuerbar</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 07:37:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Basics]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Deutschalnd bis 2015 frei von Atomenergie werden kann und bis Mitte des Jahrhunderts nur noch mit regenerativen Energien über die Runden kommt, zeigt Greenpeace in seinem aktualisierten &#8216;Plan&#8217;. Das gut recherchierte und wissenschaftlich aufbereitete Werk zeigt den machbaren Verlauf einer Energiewende für Deutschland. Bereits heute stehen wir mit einem Anteil von 17 % erneuerbare [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie Deutschalnd bis 2015 frei von Atomenergie werden kann und bis Mitte des Jahrhunderts nur noch mit regenerativen Energien über die Runden kommt, <a href="http://www.greenpeace.de">zeigt Greenpeace in seinem aktualisierten &#8216;Plan&#8217;</a>.<br />
Das gut recherchierte und wissenschaftlich aufbereitete Werk zeigt den machbaren Verlauf einer Energiewende für Deutschland.<br />
Bereits heute stehen wir mit einem Anteil von 17 % erneuerbare Energie im internationalen Vergleich vorne.<br />
Mit dem Plan nimmt Greenpeace durch sachliche Argumente vor allem den Talkshow-Polemikern den Wind aus den Segeln, die uns immer noch glauben machen wollen, ein Verzicht auf Atomenergie wäre nur mit Stromimporten oder mehr dreckigem Kohlestrom möglich.<br />
Kostenlos wird die Wende nicht, aber auch hier rechnet Greenpeace vor, dass die Kosten für den einzelnen Bürger minimal sind.<br />
Dr. Michael Sterner, Wissenschaftler am Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik dazu: &#8220;Eine Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien ist technisch möglich, ökologisch notwendig und volkswirtschaftlich sinnvoll. Sie erfordert zwar höhere Investitionen zu Beginn, die zahlen sich aber mittel- und langfristig aus.&#8221;<br />
Bis 2030 könnten der Volkswirtschaft 300 Milliarden Euro sparen und Millionen neuer Arbeitsplätze schaffen.<br />
Nun braucht es nur noch aktive, zukunftsorientierte Politiker und Entscheider, die den energiepolitischen und entwicklungsfeindlichen Muff der letzten Jahre überwinden.<br />
Auf geht&#8217;s.</p>
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		<title>Ein kurze Geschichte der Geothermie</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 15:10:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Basics]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Was so ein Vulkan auf Island doch alles bewirken kann: Bei Jules Verne beginnt dort auf dem Kraterboden des Snæfellsjökull die Reise zum Mittelpunkt der Erde. In unseren Tagen legt die Asche des Eyjafjallajökull mal eben den Luftreiseverkehr lahm. Grund genug für futux°, über Vulkanismus und Geothermie zu berichten. Wenn wir Tag für Tag über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was so ein Vulkan auf Island doch alles bewirken kann: Bei Jules Verne beginnt dort auf dem Kraterboden des Snæfellsjökull die Reise zum Mittelpunkt der Erde. In unseren Tagen legt die Asche des Eyjafjallajökull mal eben den Luftreiseverkehr lahm. Grund genug für futux°, über Vulkanismus und Geothermie zu berichten.<span id="more-856"></span><br />
Wenn wir Tag für Tag über die Erde laufen, merken wir gar nichts davon: Bereits ein Kilometer unter uns herrschen im Erdinneren Temperaturen von 35 bis 40 Grad Celsius. Dass es da unten ganz schön warm ist, wissen Bergleute längst. Und je tiefer es geht, desto heißer wird es auch. Der durchschnittliche Temperaturanstieg je 100 Meter liegt bei 3 Grad Celsius. Summa summarum wird die Temperatur im Mittelpunkt der Erde auf bis zu 7.000 Grad Celsius geschätzt. Was die bereits oben erwähnte Reise zu einem zwar unmöglichen, aber als damaligen Zukunftsroman immerhin recht unterhaltsamen Unternehmen macht. Aber das nur am Rande.<br />
Die Erde ist eine heiße Kugel und somit ein unerschöpflicher Energiespeicher. Allein mit der in den oberen drei Kilometern der Erdkruste gespeicherten Energie wäre der weltweite Energiebedarf theoretisch die nächsten schlappen 100.000 Jahre gedeckt. Kein Wunder also, dass die Geothermie bereits heute zum Energiemix der Zukunft gehört.<br />
Die Erdhülle besteht aus einzelnen Platten, die auf dem flüssigen Gestein des Erdmantels schwimmen. Ihre Bewegung wird spürbar, wenn sich die Spannung zwischen den Erdplatten in Beben entlädt. Oder wenn sich das flüssige Erdinnere an den Bruchstellen und Rändern einen Weg an die Oberfläche bahnt. Im tiefen Erdinnern sind gigantische Prozesse mit hohen Temperaturen am Werk: Vulkane geben uns einen Eindruck davon.<br />
Geologen schätzen, dass es sich bei 30 bis 50 Prozent der hohen Temperaturen um Restwärme aus der Zeit der Erdentstehung handelt. Zusätzlich heizen radioaktive Zerfallsprodukte die Erdkruste in ihrem Inneren auf. Mit all der Hitze wärmt unser blauer Planet sogar den Weltraum: Die tägliche Abwärme der Erde übersteigt nach aktuellen Schätzungen den weltweiten Energiebedarf um das 2,5-fache.<br />
Bereits die Römer machten sich die Erdwärme zunutze: Ihre Thermen und unterirdischen Heizungssysteme zeugen von Innovation und Kreativität. Doch erst zu Beginn des 19.Jahrhunderts nahm das weltweit erste mit Wasserdampf betriebene Erdwärme-Kraftwerk seine Arbeit auf. Immerhin auch im Land der Römer; entwickelt vom italienischen Adeligen Piero Ginori Conti. Von da an ging es mit der technologischen Entwicklung rapide voran.<br />
In Ländern, die durch ihre geologischen Besonderheiten einen direkteren und schnelleren Zugang zur Erdwärme haben, passiert natürlich besonders viel. Island deckt den größten Anteil seines Wärmebedarfs durch geothermische Kraftwerke. Die USA, die Philippinen, Mexiko und in Europa Italien setzten auf die regenerative Energie aus unterirdischen Heißwasserreservoiren.<br />
Das „Hot-Dry-Rock-Verfahren&#8221; (HDR) ist eine neue Technologie, die den Bau von Kraftwerken in Gegenden möglich macht, die nicht auf wasserführenden Schichten liegen. Zunächst wird Wasser über Bohrungen in mehrere Kilometer Tiefe in das Erdinnere gepresst. Dort heizt sich das Wasser auf und gibt nach der Rückkehr zur Erdoberfläche über einen weiteren Bohrkanal seine Energie an einen Wärmetauscher ab. In Soultz-sous-Forêts im Elsass steht das europäische Pilotkraftwerk und arbeitet seit 2008.<br />
Zunehmend nutzten auch Haushalte ein Erdwärme-Sondensystem. Damit kann bereits in wenigen Metern Tiefe genügend Energie für Heizzwecke gewonnen werden. Allerdings ist Erdwärme nicht immer die wirtschaftlichste Lösung. Wenn Leistung und Verbrauch nicht aufeinander abgestimmt sind, kommen noch zusätzliche Heizkosten über Strom dazu. Vor Baubeginn ist also eine qualifizierte Fachberatung angeraten. Denn auch der Bohruntergrund kann Risiken bergen: Das „Deep-Heat-Minig“-Projekt in Basel musste Ende 2006 gestoppt werden. Die Erschließung des Gesteins durch die HDR-Methode (siehe oben) sollte nur Mikrobeben auslösen. Stattdessen  kam es zu massiven Erdbewegungen, die Schäden in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro verursachten. Einige Kilometer nördlich in Staufen im Breisgau  glaubt man, dass für die anhaltenden Hebebewegungen des Untergrunds im Stadtkern Geothermie-Bohrungen verantwortlich sind. Experten vermuten, dass Grundwasser in die ursprünglich abgeschlossene Gips-Keuper-Schicht gelangte. Jetzt quillt die Schicht auf.<br />
Insgesamt ist in Deutschland der Anteil der Geothermie an erneuerbaren Energien gering. Noch. In Mecklenburg-Vorpommern ging 2003 das erste Erdwärmekraftwerk ans Netz, das zusätzlich zur Wärme auch Strom erzeugt. Und Wärmepumpen, die Erdwärme direkt nutzen, verzeichnen pro Jahr Zuwachsraten von über 100 Prozent. Natürlich ist alles auch bis ins Kleinste geregelt: Das Bundesberggesetzt klassifiziert Erdwärme als „bergfreien Bodenschatz“. Wer ein Grundstück besitzt, besitzt damit nicht auch automatisch die Erdwärme: Um sie zu nutzen, braucht der Besitzer des Grundstücks eine – Genehmigung.<br />
<em> Quelle: Energie und Freizeit aktuell, Nr. 4, 2009</em></p>
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		<title>Wer frisst wieviel?</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 09:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli Bach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Basics]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Deutsche Energieagentur (dena) und der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) haben Zahlen zum Energiehunger einzelner Elektrogeräte ermittelt. Die meisten der heute angebotenen Haushaltsgeräte gehören schon jetzt der höchsten Kategorie A an. Dennoch verabschiedete das Europäische Parlament eine ab 2011 geltende Neuregelung für Haushaltsgeräte. An die Stellen der Klassen A+ und A++ treten die Kategorie A-20%, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Energieagentur (dena) und der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) haben Zahlen zum Energiehunger einzelner Elektrogeräte ermittelt. Die meisten der heute angebotenen Haushaltsgeräte gehören schon jetzt der höchsten Kategorie A an. Dennoch verabschiedete das Europäische Parlament eine ab 2011 geltende Neuregelung für Haushaltsgeräte. An die Stellen der Klassen A+ und A++ treten die Kategorie A-20%, A-40% und A-60%. Ersichtlich ist, dass sich die neuen Klassifizierungen auf die Energieeinsparung im Vergleich zu Klasse A beziehen. <span id="more-763"></span><br />
Fernsehgeräte bleiben allerdings ausgenommen: Für sie gelten noch die alten Label. Die Fenster zur Welt schlagen in der oben angedeuteten Energiebilanz mit 7 Prozent zu Buche. Ein Kühlschrank bringt es auf 11 Prozent, der Gefrierschrank und das Warmwasser im Bad machen jeweils 10 Prozent aus; 9 Prozent der Elektroherd, die Beleuchtung 8; Fernseher (s. o.), Audio- Videogerät und PC sind bei 7 Prozent. Vor der Waschmaschine mit 4 Prozent rangieren Aufzüge und Außenbeleuchtung mit 6 Prozent. Das Warmwasser in der Küche liegt mit 3 Prozent glatte 7 Punkte unter dem Warmwasser im Bad. Geschirrspüler und Wäschetrockner sind ebenfalls bei 3 Prozent, elektrische Heizgeräte machen 2 Prozent und die diversen kleinen Haushaltsgeräte insgesamt 24 Prozent aus.<br />
Ein mittelgroßer Haushalt, der konsequent stromeffiziente Geräte nutzt, kann nach Angaben der Stiftung Warentest jährlich bis zu 430 Euro einsparen.</p>
<p>Quelle: Energie und Freizeit aktuell, Nr. 1, 2010</p>
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		<title>Wärmedämmung am Haus</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 14:20:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Basics]]></category>
		<category><![CDATA[Energieeffizientes Wohnen & Bauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein wesentlicher Faktor zum Energiesparen ist die Wämedämmung. Dazu gibt es verschiedene Ansätze. Dämmstoffe sind Mineralwolle, Isoschaum, Polystyrol oder Zellulose. Grundsätzlich kann man ein Haus auf drei Arten Wärmedämmen: Außendämmung Die beste Wirkung, der höchste Preis. Hierbei wird das gesamte Gebäude eingepackt. Eine ca. 15 Zentimeter dicke Dämmschicht wird an der Außenfassade angebracht, die Kosten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wesentlicher Faktor zum Energiesparen ist die Wämedämmung. Dazu gibt es verschiedene Ansätze.<br />
Dämmstoffe sind Mineralwolle, Isoschaum, Polystyrol oder Zellulose.<span id="more-648"></span><br />
Grundsätzlich kann man ein Haus auf drei Arten Wärmedämmen:</p>
<h2>Außendämmung</h2>
<p>Die beste Wirkung, der höchste Preis.<br />
Hierbei wird das gesamte Gebäude eingepackt. Eine ca. 15 Zentimeter dicke Dämmschicht wird an der Außenfassade angebracht, die Kosten liegen bei 80 bis 100 Euro.<br />
Dass diese Methode bei denkmalgeschützen Gebäuden nicht in Frage kommt, ist klar, denn Stuck- und andere Fassadenteile würden komplett versteckt.</p>
<h2>Innendämmung</h2>
<p>Natürlich kann man die Wand auch von innen verkleiden &#8211; doch dabei wird das Abschotten der Wärme, was ja die eigentliche Idee der Wärmedämmung ist, zum Problem.<br />
Normalerweise wird die in die Fassade eindringende Feuchtigkeit von der Innenwärme wieder verdrängt. Dies verhindert nun die Wärmedämmung.</p>
<h2>Kerndämmung</h2>
<p>Die preisgünstige Lösung liegt in der Mitte. Dies ist allerdings nur bei Fassaden möglich, die aus zwei Schichten bestehen, so wie es in Norddeutschland häufig der Fall ist. Hierbei kann man zwischen beide Fassadenschichten eine Dämmung einziehen.</p>
<p>Wer sich im Wirrwarr der vielen Möglichkeiten zurechtfinden will, sollte am besten einen Experten zu Rate ziehen. Die etwa 800 €, die eine Beratung zur Wärmedämmung kostet, ist dabei gut investiert &#8211; denn eine gute Wärmedämmung am Gebäude spart langfristig viel Heizkosten. Umgekehrt kann eine schlechte Fassadendämmung, neben den unnötigen Investitionskosten, viel Folgekosten durch Feuchtigkeit und Schimmelbildung nach sich ziehen.<br />
Die Dämmmaterialien selbst sind gut erprobt und getestet, wichtig ist aber eine professionelle Verarbeitung. Auch hier lohnt es sich, einen qualifizieren Handwerker zu beauftragen.</p>
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		<title>Rufer in die Wüste!</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 07:23:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Agro-Sprit]]></category>
		<category><![CDATA[Basics]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Windkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn irgendwo etwas irgendwie Neues entsteht, dann dauert es nicht lange, bis die Kulturpessimisten ihre Stimme erheben. Erst recht, wenn dieses Neue auch noch mit Technik zusammen hängt. Die Mahnung gegen einen allzu einfältigen Fortschrittsglauben ist sicher nicht falsch. Und auch die Tatsache, dass z.B. viele Atomkraftgegner kaum eine Vorstellung über die technischen Vorgänge in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn irgendwo etwas irgendwie Neues entsteht, dann dauert es nicht lange, bis die Kulturpessimisten ihre Stimme erheben. Erst recht, wenn dieses Neue auch noch mit Technik zusammen hängt. Die Mahnung gegen einen allzu einfältigen Fortschrittsglauben ist sicher nicht falsch. Und auch die Tatsache, dass z.B. viele Atomkraftgegner kaum eine Vorstellung über die technischen Vorgänge in einem Atomkraftwerk haben, ändert nichts daran, dass die Risiken und Folgen der Uranenergie untragbar sind.<span id="more-509"></span><br />
Die zunehmend lautere Kritik am Desertec-Projekt nimmt allerdings  immer mehr bizarre Züge an. Allen voran schreibt eine Tageszeitung aus dem Süden unseres Landes verstärkt gegen die großflächige Nutzung der Sonne an: Da wird die technische Anfälligkeit des System bekrittelt und man fragt, wieso die Energieriesen auf 15 % des heimischen Marktes verzichten sollten. Aber, so könnte man zurückfragen, worauf verzichtet ein Unternehmen denn, wenn es in das überaus gewinnträchtige Desertec-Projekt einsteigt? In eher feuilletonistischer Manier wird dann in der gleichen Zeitung noch über die koloniale Landnahme in Nordafrika sinniert.<br />
Desertec verbindet ausschließlich erprobte und funktionierende Technologien. Ohne dies zu berücksichtigen, vergleicht man die dahinter stehende Idee mit den absurdesten Vorhaben aus der Frühzeit der Industriealisierung. Die Entwicklung von Eisenbahn, Versorgungs- und  Computernetzen hätte es demnach niemals geben dürfen.<br />
Auf einen Zeitraum von 40 Jahren verteilt, erscheinen die zunächst gewaltig anmutenden Projektkosten von 400 Milliarden Euro bei weitem nicht so dramatisch. Sie eignen sich dann aber auch nicht mehr für schnelle Kritik.<br />
Die gleichen Mahner, die zurecht darauf hinweisen, dass Afrika den Anschluss an die westliche Welt verliert, warnen nun vor einer Gefährdung der Energieversorgung gerade seiner, bedingt vor allem durch Armut, politisch instabilen Länder. Deren Beständigkeit wird aber wahrscheinlicher, wenn die nötige Energieversorgung und damit eine überhaupt erst ökologisch tragbare Industriealisierung des afrikanischen Kontinents denk- und realisierbar wird.<br />
Man kann oder will anscheinend auch nicht sehen, dass die wirtschaftliche Verbesserung für die Menschen in Afrika eine echte Alternative  zur Armutsflucht ist. Dem Hinweis auf diesen Aspekt wird im Gegenteil noch Rassismus als Motiv unterstellt.<br />
Die rasant wachsende Weltbevölkerung gerät immer mehr in Not. Beim Desertec-Projekt geht es nicht um die Spinnereien irgendwelcher Ingenieure, sondern darum, die Energieversorgung der Welt langfristig auf einen sicheren Boden zu stellen.</p>
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		<title>Die größte Chance der Menschheit: Desertec</title>
		<link>http://www.futux.de/basics/die-groste-chance-der-menschheit-desertec/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 11:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Basics]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Windkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, das ist ein gewagter Titel. Und neu ist das Thema auch nicht. Der einzige Grund, warum wir noch nicht darüber geschrieben haben, ist, dass dieses Thema wirklich so umfassend und so außerordentlich interessant ist, dass man eigentlich nicht so oberflächlich einsteigt. Doch nun trotzdem eine schnelle Einführung &#8211; auch wenn den meisten unserer Leser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, das ist ein gewagter Titel.<br />
Und neu ist das Thema auch nicht.<br />
Der einzige Grund, warum wir noch nicht darüber geschrieben haben, ist, dass dieses Thema wirklich so umfassend und so außerordentlich interessant ist, dass man eigentlich nicht so oberflächlich einsteigt.</p>
<p>Doch nun trotzdem eine schnelle Einführung &#8211; auch wenn den meisten unserer Leser die Grundgedanken von Desertec schon bekannt sein werden.<span id="more-422"></span></p>
<h2>Märchen aus dem Morgenland?</h2>
<p>Es klingt wie ein Science Fiction, ähnlich wie die immer wieder aufkeimende Hoffnung auf den Kernfusionsreaktor. Und als ich zum ersten Mal davon hörte habe ich gedacht: Ja, theoretisch alles ganz schön, aber leider nicht machbar.<br />
Inzwischen sind ein paar Monate vergangen und die Idee ist keineswegs verschwunden. Im Gegenteil: Die zunehmenden Medienberichte in aller Welt werden zunehmend ernsthafter.</p>
<p>Die Grundidee ist schnell erzählt: In den ungenutzen Weiten der nordafrikanischen Wüsten werden Solarkraftwerke und Windparks errichtet. Die gewonnene Energie reicht zur Versorgung Europas und Nordafrikas aus, nebenbei kann reichlich Meerwasser entsalzen werden um das Trinkwasserproblem des Kontinents zu lösen. Der gewonnene Strom wird über 2 Gigawatt-Gleichstromleitungen über verschiedene Mittelmeerpassagen geleitet.<br />
Das war&#8217;s im Grunde schon.</p>
<h2>Wo ist der Haken?</h2>
<p>Die technischen Voraussetzungen sind alle erprobt, die Umsetzung ist nur eine Frage von finazieller Investitionsbereitschaft und  politischem Willen &#8211; was mit Blick auf die instabileren Mittelmeeranreiner nicht unbedeutend ist.</p>
<p>Realistisch ist eine Deckung von bis zu 25 % des europäischen Strombedarfs bis zum Jahr 2050, bis dahin wären 65 % regenerative Energie aus heimischen Quellen möglich.<br />
Bei einem so großen Stromangebot könnte auch eine Umstellung des Verkehrs auf Elektroantriebe gelingen.</p>
<p>Ein drastischer Verzicht auf die CO2-erzeugende Energiegewinnung wäre also bis zur Mitte des Jahrhunderts denkbar. Auch wenn dieses Konzept in seiner Größe und Komplexheit schwindelerregend ist &#8211; es bleibt kaum eine Alternative, wenn man die Bedrohung des Weltklimas durch unsere heutige Energiewirtschaft ernst nimmt.</p>
<p>Das war &#8211; wie oben beschrieben &#8211; nur eine saloppe Einführung ins Thema.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trans-Mediterranean_Renewable_Energy_Cooperation" target="_blank">Wikipedia</a> liefert bereits gute Informationen zum Thema und die <a href="http://www.desertec.org/" target="_blank">Desertec-Foundation</a> hat ebenfalls eine informative Website. Darüber hinaus lohnt sich die <a href="http://www.google.de/search?hl=de&#038;q=desertec&#038;btnG=Google-Suche&#038;meta=&#038;aq=f&#038;oq=" target="_blank">Suche nach Desertec</a>, denn die Medienbeiträge häufen sich.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ökologische Geldanlage: Gutes Gewissen mit Profit?</title>
		<link>http://www.futux.de/basics/okologische-geldanlage-gutes-gewissen-mit-profit/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 06:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Basics]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer noch nicht alles verspielt und verloren hat, fragt sich, wie er sein Geld in einen sicheren Hafen bringen kann. Und wer neben unseren kleinen ökonomischen auch noch die großen ökologischen Probleme wahrnimmt, möchte beide gerne verbinden. Aber geht das überhaupt? Ist die Ökoaktie ein profitabler Beitrag für eine bessere Welt? Oder lügt sich der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer noch nicht alles verspielt und verloren hat, fragt sich, wie er sein Geld in einen sicheren Hafen bringen kann.<br />
Und wer neben unseren kleinen ökonomischen auch noch die großen ökologischen Probleme wahrnimmt, möchte beide gerne verbinden. Aber geht das überhaupt?<br />
<span id="more-404"></span></p>
<p><strong>Ist die Ökoaktie ein profitabler Beitrag für eine bessere Welt?</strong><strong> Oder lügt sich der Aktivist im Aktionär selbst in die Tasche?<br />
Mit diesen Fragen hat sich unser Gastautor Hendrik Franz beschäftigt.</strong></p>
<p>Lehmann-Zertifikate und Kaupthing-Tagesgelder lauten die Schlagwörter der täglich erlebbar gewordenen Gier an unseren Finanzmärkten. Die Schuldigen sind natürlich ‘die da oben’ und die unfähigen Bankmanager. Dafür streichen  wir ihnen jetzt rigoros die Boni, bis selbst Herr Ackermann sich auf Knien rutschend bei jedem von uns persönlich entschuldigt hat.<br />
Doch mal ehrlich: Wer hat denn in den letzten Jahren all die Geldanlagen gekauft, die jetzt als ‘unseriös’ und ‘windig’ abgetan werden? Haben Banker nicht eigentlich nur eine Nachfrage bedient? Die Nachfrage nach risikofreien Produkten, die trotzdem zweistellige Renditen garantieren? Haben nicht vielmehr zu viele ‘mündige’ Anleger nur zu gern an das Land, in dem Milch und Honig fließen, geglaubt? Geiz beim Geld ausgeben und Gier beim Geld anlegen! Beides finden wir total geil!<br />
Einigen von uns scheint der Schuss aber nicht unbemerkt vor den Bug geknallt zu sein; es setzt ein vorsichtiges Nachdenken über die Funktionsmechanismen unserer Finanzwelt ein: so genannte ‘ethisch-ökologische’ Banken rühmen sich seit Wochen damit, nicht mehr nachzukommen mit der Bearbeitung von Neukundenanträgen.</p>
<h3>Wie hältst Du&#8217;s mit den Mitteln?</h3>
<p>Natürlich melden sich jetzt aufmerksame und kritische Geister mit der bekannten Behauptung, sie hätten ja schon immer alles vorher gewusst. Daher hatten diese sich bereits vor geraumer Zeit vorsorglich mit bunten Prospekten eingedeckt, auf denen blitz-blanke Windräder auf saftig-grünen, sonnenbeschienenen Wiesen dem Eigentümer dicke Gewinne versprechen. Ethisches Investment? Kennen wir alles schon. Schließlich will man im Wartebereich des Friseurs unseres Vertrauens beim Blättern zwischen ‘Spiegel’ und ‘Focus’ nicht nur mit unermesslichen Renditen, sondern auch mit einem guten Gewissen prahlen. ‘Ethische’, ‘grüne’, ‘ökologische’ oder sonst wie mit Gutmenschenadjektiven belegte Aktienfonds sind schon lange chic.<br />
Doch was soll der verantwortungsbewusste Anleger von den Geschichten der Prahlhänse halten, die er da ungewollt beim Friseur aufschnappt? Ist buntes Prospekt gleich buntes Prospekt oder könnte es da etwa auch den einen oder anderen Unterschied geben?<br />
Wie jedes ordentliche Diskussionsthema hält auch das ‘Ethische Investment’ eine Gretchen-Frage parat. Es ist dies die Frage nach der Mittelverwendung und das macht die Sache dann auch einigermaßen anspruchsvoll. Denn während konventionelle Investoren die drei Anlagemotive Rendite, Sicherheit und Liquidität unter einen Hut bringen müssen (man spricht salomonisch vom Magischen Dreieck der Finanzwirtschaft), will bei ethischen Investoren zusätzlich das Motiv der Mittelverwendung unter den engen Hut. Um das Gedrängel unter dem Hut im Rahmen zu halten, müssen konventionelle Investoren bspw. ein Stück Sicherheit außen vor lassen, wenn sie eine höhere Rendite erzielen möchten. Das wurde in den letzten Jahren zwar nur allzu gern verdrängt, wird aber aktuell von vielen Teilnehmern des großen Geldanlagespiels neu gelernt. Ethische Investoren hingegen beabsichtigen, ihre Mittel nur für ganz bestimmte Projekte oder Unternehmen zu verwenden. Dadurch müssen sie manchmal lukrative Investitionschancen ungenutzt lassen und können nur eingeschränkt Risikostreuung betreiben, worunter die Sicherheit der Anlagen leiden kann. Diese Punkte werden von großformatigen Werbeanzeigen gern geleugnet: ‘Gutes Gewissen und Rendite sind kein Widerspruch’ wird da entgegen jeglicher finanzwirtschaftlicher Logik postuliert.</p>
<h3>Was macht die Bank mit meinem Geld?</h3>
<p>Eines dürfte aber klar sein: Verlangt man von einem Unternehmen zu hohe Zinsen für die Kapitalüberlassung, dann sorgen hohe Kapitalkosten unter Umständen dafür, dass sinnvolle Projekte gar nicht erst zustande kommen. Andererseits kann durch eine geringere Renditeerwartung der Anleger die Realisierung bestimmter Projekte beschleunigt werden. Das ist nichts anderes als Subventionierung. Auch wenn dieses Wort in unserem Sprachgebrauch mittlerweile negativ belegt ist, ist daran nichts Schlimmes.<br />
Müssen ethische Investoren also zwangsläufig verarmen? Ein Rechenbeispiel: Ein Anleger hat 5.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto und bekommt das mit 2% verzinst. Pro Jahr bedeutet das die astronomische Summe von 100 Euro als Zinsertrag oder, anders ausgedrückt, einmal im Monat ins Kino gehen. Müsste dieser Investor bei einem Verzicht auf diese 100 Euro kulturell verarmen, weil er sich den monatlichen Kinobesuch nicht mehr leisten kann? Wohl kaum, sonst hätte er nicht das Jahreseinkommen eines Hartz-IV-Beziehers auf dem Tagesgeldkonto gebunkert.<br />
Wie kann ich aber wissen, was die Bank mit meinen 5.000 Euro macht? Die Beantwortung dieser Frage ist essentiell für das ethische Investment, denn die Transparenz eines Geldinstituts ist die Voraussetzung für die Kontrollierbarkeit der Mittelverwendung. Daran gemessen, scheiden konventionelle Banken als Partner beim Geld anlegen nach ethischen Standards aus. Wer weiß schon, was Deutsche Bank &amp; Co. mit unseren Spargeldern so alles anstellen. Deutsche Institute zeigen zwar gern mit nacktem Finger auf die verschwiegenen und daher schurkenhaften Schweizer Banken, doch werden sie selbst erstaunlich kleinlaut, wenn es darum geht, über ihre Kapitalanlagen und Kreditvergaben zu berichten.<br />
Gänzlich ohne ethischen Mehrwert sind meines Erachtens der Kauf von Aktien, ganz egal ob indirekt durch Beteiligung an einem Aktienfonds oder direkt durch ein eigenes Wertpapierdepot. Denn was passiert hierbei? Anleger A verkauft ein Papier, das ein Eigentumsrecht verbrieft, an Anleger B. Anleger B zahlt dafür Geld an Anleger A. Anleger B hofft jetzt, dass sich sein Investment Wert steigernd entwickelt, während Anleger A den Verkaufserlös dazu nutzt, seine große Liebe schick auszuführen. Die beteiligten Banken streichen zwei Courtagen (für Kauf und Verkauf) ein und freuen sich schon auf die meist jährlich anfallende Depotgebühr. Das Unternehmen jedoch, das das Papierchen ursprünglich einmal emittiert hatte und dessen Miteigentümer Anleger B nun ist, wird von dem ganzen Vorgang überhaupt nicht tangiert. Anders formuliert: Es hat genauso wenig ethischen Nutzen, Aktien eines Solaranlagenbauers zu kaufen, wie es unethisch ist, Aktien eines Rüstungsunternehmens zu erwerben. Natürlich werden einige Buffet-Anhänger jetzt lamentieren, dass die steigende Nachfrage nach einer Aktie zu einem steigenden Kurs derselben führt und mit einem hohen Aktienkurs wiederum eine Vielzahl positiver Wirkungen in Zusammenhang gebracht werden können: Imagegewinn sowie Werbung für das Unternehmen und seine Produkte. Außerdem können die Aktien als Währung bei Firmenübernahmen oder als Sicherheit für Kredite herhalten.</p>
<h3>Und doch: Es gibt Alternativen</h3>
<p>Naja, was Image und Werbung angeht, ist dies genauso wenig nachweisbar wie das entsprechende Gegenteil. Und zu Firmenübernahmen und Sicherheiten für Kredite könnten Frau Schickedanz und Frau Schaeffler sicherlich die eine oder andere Anekdote beisteuern.<br />
Gibt es Alternativen? Zumindest einige Anregungen:<br />
Wie wäre es mal wieder mit dem guten alten Sparbuch? Am besten bei einer Bank, die ihre Einlagen ausschließlich für die Vergabe von Krediten nach ethischen Kriterien verwendet. Dies sind in Deutschland die GLS Bank in Bochum sowie die Umweltbank in Nürnberg. Beide sind als Direktbanken bundesweit tätig und bezeichnen sich selbst als ‘ethisch-ökologische Banken’. (Ob ‘ethisch’ und ‘ökologisch’ unterschiedliche Sachen bezeichnen oder warum man sonst beide Begriffe einzeln aufführt, hat sich noch niemandem erschlossen, auf jeden Fall klingt es klasse!) Die GLS Bank vergibt Kredite breit gefächert an soziale, gemeinnützige und ökologische Projekte. Aufgrund ihrer anthroposophischen Wurzeln ist sie sehr stark in der Waldorfbewegung verankert. Sie setzt durch die quartalsweise Veröffentlichung ALLER an gewerbliche Kreditnehmer vergebenen Kredite bislang einen unerreichten Standard hinsichtlich Transparenz ihrer Geschäftstätigkeit. Die Umweltbank wiederum konzentriert sich auf erneuerbare Energien und nachhaltige Baufinanzierung. Durch diese Fokussierung ihrer Aktivitäten ist sie deutlich effizienter aufgestellt und bietet daher eine etwas höhere Verzinsung der Einlagen. Wie oben beschrieben ist das ja aber nicht unser Hauptentscheidungskriterium. Außerdem unterliegen die Einlagen bei der Umweltbank nur der gesetzlichen Einlagensicherung und sind daher nicht in voller Höhe gesichert. Ein nicht ganz unbedeutendes Kriterium in der heutigen Zeit.<br />
Direktanlagen haben in den letzten Jahren zum rasanten Ausbau der Windenergie beigetragen. Mit dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in Richtung Solar und Biomasse dürften sich hier auch künftig Möglichkeiten bieten. Wer sich nicht dem grauen Markt anvertrauen möchte, der kann sich auch beim Thema Direktanlagen von den beiden o.g. Kreditinstituten beraten lassen. Beide verkaufen in unregelmäßigen Anständen entsprechende Anteile.<br />
Sonstige Alternativen gibt es eine Menge, der Fantasie sind hierbei kaum Grenzen gesetzt. ‘Investieren’ verlangt nicht immer nach Geld. Und ‘ethisches’ Investieren bietet als Gegenleistung viel höhere Werte als nur Zinsen, manchmal sogar ein ‘Dankeschön’. Spenden an gemeinnützige Organisationen sind durchaus auch Investitionen. Oder fragen Sie doch einmal im Kindergarten Ihres Sohnes nach, ob dort nicht irgendetwas gebraucht wird, bei dessen Beschaffung Sie behilflich sein können. Oder investieren Sie Zeit und engagieren Sie sich ehrenamtlich. Das gute Gewissen lauert an jeder Ecke und nicht nur in bunten Prospekten. Und das anschließende Prahlen fällt dann viel leichter.</p>
<p><em>Hendrik Franz ist Autor des Buches &#8220;Ethisch-ökologische Kreditinstitute. Vergleichende Analyse im deutschsprachigen Raum&#8221;, Vdm Verlag Dr. Müller, ISBN 978-3836402743</em><img src="http://www.futux.de/wp-content/uploads/2009/04/cover-franz.jpg" alt="cover-franz" title="cover-franz" width="150" height="198" class="alignright size-full wp-image-416" /></p>
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		<title>Sonnenstrom 1: Das ist Photovoltaik</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 16:55:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Basics]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenenergie]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast jede Energie, die wir heute nutzen, wurde durch die Kraft der Sonne erzeugt. Vor Millionen von Jahren verendete Organismen verdankten ihre frühzeitliche Existenz dem wärmenden Licht. Heute fördern wir sie in Form von Öl und Kohle wieder zutage. Biomasse entsteht aus abgestorbenen pflanzlichen Organismen, die durch Photosynthese &#8211; also auch wieder mit Sonnenenergie &#8211; wuchsen. Direkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast jede Energie, die wir heute nutzen, wurde durch die Kraft der Sonne erzeugt.<br />
Vor Millionen von Jahren verendete Organismen verdankten ihre frühzeitliche Existenz dem wärmenden Licht. Heute fördern wir sie in Form von Öl und Kohle wieder zutage. Biomasse entsteht aus abgestorbenen pflanzlichen Organismen, die durch Photosynthese &#8211; also auch wieder mit Sonnenenergie &#8211; wuchsen.<br />
Direkt nutzen kann man die auf die Erde einströmende Energie des Sonnenlichts auf zwei Arten: zur Erhitzung von z.B. Wasser oder, technisch komplizierter, zur direkten Erzeugung von Strom.<br />
Letztere Form ist auch relevant in unseren nicht so sonnenverwöhnten Breiten.</p>
<p>Solarzellen erzeugen bei Bestrahlung mit Sonnenlicht einen Gleichstrom bei einer Spannung von etwa 0,5 Volt. Durch die Verkettung mehrerer Zellen entstehen brauchbare Spannungen. Mehr als 90 % der Solarzellen werden auf Basis von Siliziumscheiben (Wafer) gebaut. Der Energieverbrauch für die Herstellung dieser Zellen hat sich, typabhängig, nach drei bis sieben Jahren amortisiert. Solarzellen können bis zu 20 Jahre verwendet werden.<br />
Neue Technologien, wie zum Beispiel Zellen aus organischem Material, stehen vor ihrer Markteinführung. Sie sind preiswerter in der Herstellung, haben aber einen teilweise niedrigeren Wirkungsgrad. Multispektralzellen sind die Hoffnungsträger: Mit ihrer preiswerten Dünnschichttechnologie haben sie einen 30 %igen Wirkungsgrad. Sie heißen auch Stapelzellen, da mehrere Halbleiter kombiniert werden.<br />
Durch die Bündelung der eintreffenden Energie mit Spiegeln und Linsen kann die Effizienz noch erhöht werden.<br />
Noch liegt der Preis für photovoltaisch erzeugten Strom in Deutschland bei etwa 50 ct pro kWh. Der Berechnung zugrunde liegt eine 20 jährige Lebensdauer der Anlagen. Sonnenreichere Länder schaffen bereits 25 ct / kWh.<br />
Durch die staatliche Förderung wird sich der Markt für diese Technik ausweiten. Das wiederum senkt die Herstellungspreise. Weiter steigen werden auf der anderen Seite die Preise für konventionell erzeugten Strom. Photovoltaik wird daher zu Beginn der zwanziger Jahre aus energiepolitischen <em>und</em> betriebswirtschaftlichen Gründen voll konkurrenzfähig.</p>
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		<title>Status Quo: Erneuerbare und fossile Energien</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 16:52:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Basics]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten 50 Jahren hat sich der Öl- und Erdgasverbrauch weltweit etwa verzehnfacht. 80 % der weltweit verbrauchten Energie werden durch Erdöl, Erdgas und Kohle erzeugt. Nur 6 % ihrer Energie gewinnt die Menschheit aus Atomkraftwerken. 13 bis 16 % immerhin werden bereits durch erneuerbare Energien erzeugt.  Europa importiert etwa 50 % seiner Energie, in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;">In den letzten 50 Jahren hat sich der Öl- und Erdgasverbrauch weltweit etwa verzehnfacht. 80 % der weltweit verbrauchten Energie werden durch Erdöl, Erdgas und Kohle erzeugt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nur 6 % ihrer Energie gewinnt die Menschheit aus Atomkraftwerken. 13 bis 16 % immerhin werden bereits durch erneuerbare Energien erzeugt.  Europa importiert etwa 50 % seiner Energie, in den USA sind es bereits 60 %. Die Tendenz ist stark steigend.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Bis 2030 wird die europäische Abhängigkeit von Importen bis auf 70 % , bei Öl sogar auf 90 % steigen. Die Staaten Europas werden dadurch sehr erpressbar.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: right;"><em>(Quelle: Hennicke, Fischedick: Erneuerbare Energien, Verlag C.H.Beck, 2007).</em></p>
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