Methan wird zum Energiespeicher

In nahezu jeder Diskussion zur Energiewende werden zwei Probleme genannt: Mangelnde Speichermöglichkeit für Sonnenstrom und Windkraft, vor allem aber den weiteren Bedarf von Erdöl für die Verbrennungsmotoren.
Natürlich wäre es ideal, mit dem Überangebot direkt die Batterien der Elektroautos zu laden – aber bis diese einen spürbaren Anteil im Verkehr gewinnen, werden noch Jahre vergehen. Zudem müsste der Strom immer noch sehr aufwändig ins Netz eingespeist und verteilt werden.

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Grünstifte

St_11286_c2c_PictoEs sind vor allem die kleinen Massenartikel, bei denen man am wenigsten an die Umweltfolgen denkt (sie sind ja so klein) – dabei ist es die schiere Masse dieser Verbrauchsartikel, die unfassbare Berge an Müll hinterlassen. Und das ist überwiegend ein undefinierbarer Plastikmix, mit unbekannten (und selten gesunden) Farben gemischt und verklebt.
Wenn ein Markenhersteller für Faserschreiber nun den mutigen „Cradle to Cradle“-Weg (siehe Leitartikel dazu) geht, ist das bemerkenswert.
Und gleich gewann der STABILO GREENpoint auch den höchsten Preis für CO2-Effizienz.
Statt rohölbasiertem Neuplastik wurden fast alle Elemente durch recycleten Kunststoff ersetzt.
Laut Hersteller erforderte dieser Umstellungsprozess viel Geduld und Tests.
Schließlich wurden Medizintechnik-Produktionsabfälle und nicht eingefärbte Abfälle aus Polypropylen (PP) verwendet. Die Fasern und der Stab im Stift, der die wasserbasierte Tinte trägt, sind ebenfalls aus Recyclingmaterial gefertigt. Die Spitze ist mit 0,8 mm Durchmesser ein guter Kompromiss für Schreiben und Zeichnen in sechs brillianten Farben.
St_04324_6088_xx_PenBild: Schwan-Stabilo

Ökoplüsch

Als erstes Stofftier mit Cradle to Cradle-Zertifizierung (Basic) präsentiert sich Gustav auf dem deutschen Markt. Alle Materialien sind bekannt und definiert, so dass sie für den im c2c-Prozess beschriebenen technischen Kreislauf zurückgegeben werden können.
Sollte sich ein Kind von Gustav trennen können (eine Vorstellung, die beim Anblick schwer fällt), kann der Ökoplüsch an den Hersteller zurückgegeben werden.
Angenommen werden sie an allen IC:O-Sammelstellen.

Gustav Stofftier
Cradle-to-cradle Stofftier „Gustav“ – Bild: Heunec GmbH

Überfluss für Ökos

Wer nicht mit der narzistischen Ignoranz vieler Zeitgenossen ausgestattet ist und Verantwortung für den Zustand der Welt empfindet, kann heute schon vieles tun… um sich weniger schlecht zu fühlen.
Genau hier liegt das Problem: Was immer wir für die Umwelt tun (kleinere Autos fahren, weniger Reisen, Verpackungmüll sparen oder wenigstens sortieren), wir schaffen es bestenfalls weniger schädlich zu sein. Im finstersten christlichen Sinne können wir noch so rein leben – wir bleiben verdammte Sünder.
Eigentlich kein Wunder, dass Umweltschutz so unsexy ist.

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Der Plan: Deutschland ist erneuerbar

Wie Deutschalnd bis 2015 frei von Atomenergie werden kann und bis Mitte des Jahrhunderts nur noch mit regenerativen Energien über die Runden kommt, zeigt Greenpeace in seinem aktualisierten ‚Plan‘.
Das gut recherchierte und wissenschaftlich aufbereitete Werk zeigt den machbaren Verlauf einer Energiewende für Deutschland.
Bereits heute stehen wir mit einem Anteil von 17 % erneuerbare Energie im internationalen Vergleich vorne.
Mit dem Plan nimmt Greenpeace durch sachliche Argumente vor allem den Talkshow-Polemikern den Wind aus den Segeln, die uns immer noch glauben machen wollen, ein Verzicht auf Atomenergie wäre nur mit Stromimporten oder mehr dreckigem Kohlestrom möglich.
Kostenlos wird die Wende nicht, aber auch hier rechnet Greenpeace vor, dass die Kosten für den einzelnen Bürger minimal sind.
Dr. Michael Sterner, Wissenschaftler am Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik dazu: „Eine Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien ist technisch möglich, ökologisch notwendig und volkswirtschaftlich sinnvoll. Sie erfordert zwar höhere Investitionen zu Beginn, die zahlen sich aber mittel- und langfristig aus.“
Bis 2030 könnten der Volkswirtschaft 300 Milliarden Euro sparen und Millionen neuer Arbeitsplätze schaffen.
Nun braucht es nur noch aktive, zukunftsorientierte Politiker und Entscheider, die den energiepolitischen und entwicklungsfeindlichen Muff der letzten Jahre überwinden.
Auf geht’s.

Wer frisst wieviel?

Die Deutsche Energieagentur (dena) und der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) haben Zahlen zum Energiehunger einzelner Elektrogeräte ermittelt. Die meisten der heute angebotenen Haushaltsgeräte gehören schon jetzt der höchsten Kategorie A an. Dennoch verabschiedete das Europäische Parlament eine ab 2011 geltende Neuregelung für Haushaltsgeräte. An die Stellen der Klassen A+ und A++ treten die Kategorie A-20%, A-40% und A-60%. Ersichtlich ist, dass sich die neuen Klassifizierungen auf die Energieeinsparung im Vergleich zu Klasse A beziehen.

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Rufer in die Wüste!

Wenn irgendwo etwas irgendwie Neues entsteht, dann dauert es nicht lange, bis die Kulturpessimisten ihre Stimme erheben. Erst recht, wenn dieses Neue auch noch mit Technik zusammen hängt. Die Mahnung gegen einen allzu einfältigen Fortschrittsglauben ist sicher nicht falsch. Und auch die Tatsache, dass z.B. viele Atomkraftgegner kaum eine Vorstellung über die technischen Vorgänge in einem Atomkraftwerk haben, ändert nichts daran, dass die Risiken und Folgen der Uranenergie untragbar sind.

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Die größte Chance der Menschheit: Desertec

Ja, das ist ein gewagter Titel.
Und neu ist das Thema auch nicht.
Der einzige Grund, warum wir noch nicht darüber geschrieben haben, ist, dass dieses Thema wirklich so umfassend und so außerordentlich interessant ist, dass man eigentlich nicht so oberflächlich einsteigt.

Doch nun trotzdem eine schnelle Einführung – auch wenn den meisten unserer Leser die Grundgedanken von Desertec schon bekannt sein werden.

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