Verbohrt

Fracking gefährdet das Grundwasser – und die Energieeffizienz der Wirtschaft

Mehr als drei Jahrzehnte bestimmte die absehbare Verknappung der fossilen Energie unser ökonomisches Denken. Die Abhängigkeit vom Öl des nahen Ostens war Mittelpunkt strategischer Planungen und auch konkreter Konflikte.
Doch seit in den USA mit neuen Bohrtechniken und fragwürdigen Chemiecocktails Gas- und Ölreserven aus bisher unerreichbaren Schieferschichten gewonnen werden, scheint sich die Welt gewandelt zu haben. Die durch Hydraulic Fracturing (kurz: Fracking, förderbaren Vorkommen sollen so reichhaltig sein, dass sich die USA seit 1995 erstmals wieder zum Ölverkäufer wandeln. Unlängst wurden Hafenanlagen, die das saudische Öl aus den Supertankern pumpten, umgebaut – nun verladen sie auch verflüssigtes Erdgas für den Export.
Da überrascht es kaum, dass man auch den deutschen Boden auf die verborgenen Schätze prüfte. Und tatsächlich: In Niedersachsen und NRW versprechen die tief gelegenen Schieferschichten Gasreserven, die mit der Fracking-Technologie erschlossen werden könnten.

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TYPO3 statt teurer Drucksachen

Auch so spart man Energie: Hohe Druckkosten für umfangreiche Broschüren, in denen der Leser nur umständlich zum speziell von ihm gesuchten Inhalt findet, lassen sich durch gut bedienbare und übersichtlich gestaltete Webseiten erreichen.
Das Redaktionssystem TYPO3, aber auch das eher für schnelle, kleine Informationen geeignete WordPress (wie hier bei FUTUX) ermöglichen dem Inhaber, schnell aktuelle Firmeninformationen zu veröffentlichen. Eine Firmenwebsite auf Basis von TYPO3 und PHP-Programmierung für individuelle Anforderungen erstellen wir, am liebsten für Organisationen, die Energie- und Umweltfragen ernst nehmen.

Energieberatung finden

Mit wachsenden ansprüchen an nachhaltig produzierte Energie und immer unübersichtlichere Preismodelle wächst der Bedarf nach Energieberatung. Damit wuchs auch ein Markt für entsprechende Agenturen und spezialisierte Dienstleister. Inzwischen haben sich viele Energieberatungen etabliert, aber neue Anbieter kommen hinzu. Ein erster Ansatz beim Suchen einer Energieberatung ist das Internet. Natürlich liefert so eine Suche erst einmal alles, was auf dem Markt unter diesem Namen zu finden ist, aber wer weiß, was er will, findet hier auch seriöse Anbieter in der Nähe.

Von sichtbaren und spürbaren Veränderungen

In Grönland wachsen jetzt Bäume. Ebenso Kartoffeln. Weiden, die früher höchstens kniehoch kamen, bringen es jetzt auf zwei Meter. Robbenfett wurde jahrtausendelang gebraucht, um Feuer zu machen. Jetzt gibt es dort Holz.

Das alles klingt nach verkehrter Welt. Und wenn es heißt, dass die veränderten Bedingungen in Grönland für viele Grönländer rein wirtschaftlich gesehen auch positive Effekte haben, haut es das innere Koordinatensystem spätestens dann aus der Kurve: Ressourcen werden zugänglicher, die früher unter dem Eis verborgen lagen.

Sven Nieder, Fotograf aus Bielefeld, hat die Landmasse im Norden besucht und mit eignen Augen und mit denen der Kamera die dortigen Auswirkungen der Erderwärmung gesehen. Fast muten seine Beobachtungen wie eine Werbung für den Klimawandel an. Dazu äußert sich Nieder in einem Interview so: „Nein, aber wir müssen wegkommen von der negativen Energie. Es geht jetzt weniger darum zu sagen, was schlecht oder falsch gelaufen ist. Es geht darum, mit den sich verändernden Bedingungen umzugehen und etwas Positives aus ihnen zu machen.“

Ausgangspunkt für des Fotografen Reise war eine Zeremonie, zu welcher der Eskimo-Schamane Angaangaq andere Schamanen indigener Stämme eingeladen hatte. Angaangaq hatte auch die UN gewarnt: Das Eis in meiner Heimat schmilzt. Das war aber bereits 1978.

„Ich hatte eigentlich gedacht, dass es eher kalt ist, aber wir sind im Juli bei Temperaturen um die 25 Grad meistens leicht bekleidet rumgelaufen“, beschreibt Nieder seine Erfahrungen aus dem Norden. Und er sagt im selben Interview: „Ich komme gerade vom Amazonas, (…). Keiner der Einheimischen konnte sich daran erinnern, dass es jemals so kalt war, nur vier Grad! Die Extreme sind also wirklich weltweit zu spüren.“

Mitte September erscheint die Dokumentation dieser Grönlandfahrt: „Heiliges Feuer. Schamanen und Älteste für die Welt“, herausgegeben vom Bielefelder Kamphausen-Verlag. Besonders erwähnenswert ist dabei auch, dass das Buch auf klimaneutral produziertem Papier gedruckt ist. Verantwortlich dafür zeichnet die Forest Carbon Group aus Darmstadt, die ein Aufforstungsprojekt in Kanada betreibt.

Sven Nieder: „Mich fasziniert das Selbstverständnis, mit dem die indigenen Völker in die Welt treten, und ihre Bereitschaft, ihr Wissen zu teilen, statt es wie früher zu verbergen. Und in den Industrienationen merken immer mehr Menschen, dass wir auf ihr Wissen und ihre Besonnenheit im Umgang mit der Natur angewiesen sind. Wir müssen beobachten, was sich verändert und was wir mit unserem Tun verändern. Und mit Mitgefühl und Liebe versuchen, die Welt in Balance zu kriegen.“

Quelle: „Neue Westfälische“, 11. August 2010

Vom Unmöglichen und Möglichen

„Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit, sind in der vergangenen Woche zwei Entscheidungen gefallen, deren Bedeutung für das Schicksal der Erde, ihrer bald sieben Milliarden Bewohner und für die internationale Politik kaum zu überschätzen sind.“ Mit diesem bedeutungsvollen Satz leitete Fritz Vorholz in der ZEIT vom 29. Juli einen Artikel ein, in dem er beschreibt, dass und warum ein globales Klimaabkommen immer unwahrscheinlicher wird.

Es geht –wen wundert es?- um die USA und um China. Globaler Klimaschutz ohne Beteiligung dieser beiden Nationen ist schlichtweg ein Ding der Unmöglichkeit. Nur leider wird dieses Ding der Unmöglichkeit immer mehr zur möglichen Realität. Konkret: Im US-Senat fehlt vor allem für den Emissionshandel ganz offensichtlich die nötige Mehrheit. China hingegen will gerade mittels einer Grundsatzentscheidung durch den Emissionshandel gegen die stetig steigenden Treihausgasemissionen im eigenen Land vorgehen. Ab 2011.

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist der Grund für die fehlende Unterstützung wieder einmal schlicht die Gier. Die Gier und die Feigheit der Kohlelobby und anderer traditioneller Industrien. Und als ob dies allein nicht ausreicht, steht auch das kalifornische Klimaschutzgesetz ganz gehörig auf der Kippe. Im Klartext heißt das, ohne das gescheiterte Bundesgesetz werden die US-Emissionen deutlich langsamer sinken. Somit rückt die in Kopenhagen getroffene Zusage der USA, bis 2020 ihre Emissionen im Vergleich zu 2005 bis 17% zu sinken, in eine ferne Zukunft.

Chinas Zusage ist es, seine CO2-Emissionen pro Einheit des Sozialproduktes zu senken (um 40-45%). Auch durch Emissionshandel. Ausgeschlossen ist wohl dennoch, dass China in Zukunft seinen absoluten CO2-Ausstoß senkt.

Das Fazit aus alledem: Die Emissionen werden wohl weltweit weiter steigen. Somit schlägt jetzt die Stunde für die Europäer. Ihre bisherige Rücksicht auf die USA wurde nicht belohnt; die eigenen Klimaziele jetzt konsequent zu verschärfen ist in und nach diesem heißen und leider auch sehr nassen Sommer daher das Gebot der Stunde.

Quelle: DIE ZEIT – Nr. 24, 29. Juli 2010

Vom weisen Handeln für die Allgemeinheit

Sie ist Wirtschaftswissenschaftlerin und 76 Jahre alt. Und sie hat im vergangenen Jahr den Nobelpreis erhalten: Die US-Amerikanerin Elinor Ostrom.

Jahrzehntelang hat sich diese ältere Dame mit sogenannten Allmendegütern beschäftigt. Das sind Güter, die weder Unternehmen noch der Staat kontrolliert, sondern von dort ansässigen Menschen gemeinschaftlich bewirtschaftet werden. Als da z. B. sind Grasweiden in der Mongolei, Fischgründe in der Bucht von Izmir, Wasserquellen in Nepal oder Almen im schweizerischen Wallis. Dazu die landläufige Meinung von Politologen und Ökonomen: Die gemeinschaftliche Nutzug der Allmenden schafft nur Probleme, denn jeder will mehr aus ihnen herausholen als ihm zusteht. Also sollten die Allmenden besser an private Eigner aufgeteilt werden. Oder aber eine Behörde wacht über allem.

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DESERTEC schneller als geplant

Quelle: DESERTEC Foundation, www.desertec.org

Bereits ein Jahr nach dem euphorischen Aufbruch setzt das Desertec-Projekt zum Bau des ersten Kraftwerks an. Bis 2050 sollen 15 % des Stroms für Europa  im Nahen Osten erzeugt werden – aus unbeschränkt verfügbarer Sonnenenergie.

Zwölf Unternehmen begannen 2009 auf Initiative des Club of Rome mit dem Zukunftsweisenden Projekt, inzwischen sind 35 Firmen beteiligt und weitere warten auf Aufnahme.

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